28.03.2012 | Wirtschaft & Märkte

Gute Konjunktur bremst Gründerelan

Rund 835.000 Personen haben sich im Jahr 2011 im Voll- oder Nebenerwerb selbstständig gemacht und damit elf Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 936.000 Gründer). Dies sind die ersten zentralen Ergebnisse des diesjährigen KfW-Gründungsmonitors, der jährlichen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Der Rückgang ist dem Gründungsmonitor zufolge fast ausschließlich auf eine stark abnehmende Gründungsaktivität im Nebenerwerb zurückzuführen (2011: 443.000 Personen, 2010: 540.000 Personen), während die Zahl der Vollerwerbsgründer nahezu konstant blieb (2011: 392.000, 2010: 396.000).

„Die sehr gute Arbeitsmarktentwicklung und bessere Verdienstchancen für Arbeitnehmer haben den Anreiz für Gründungen im Nebenerwerb gedämpft“, sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. Bei zum zweiten Mal in Folge hohem Wirtschaftswachstum hatten viele Menschen mit guten Ideen nun genügend Vertrauen in eine solide Nachfragesituation, um ihren Start in die Selbstständigkeit zu wagen.

Positiv auf die Gründungsaktivität im Vollerwerb dürften sich im Jahr 2011 außerdem die zu Beginn des Jahres angekündigten und am 28. Dezember 2011 in Kraft getretenen Änderungen des Gründungszuschusses der Bundesagentur für Arbeit ausgewirkt haben: Viele Gründungswillige zogen ihren Schritt in die Selbständigkeit vor und sicherten sich damit die Förderung zu den günstigeren alten Bedingungen.

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