23.05.2014 | 130 deutschsprachige Publikationen

Google eröffnet digitalen Zeitschriften-Kiosk

Google startet einen digitalen Zeitschriften-Kiosk.
Bild: Haufe Online Redaktion

Trotz allem Streit um das Leistungsschutzrecht: Der Internet-Riese Google eröffnet in Kooperation mit großen deutschen Verlagshäusern einen digitalen Kiosk für deutsche Zeitungen und Zeitschriften.

Google bringt einen digitalen Kiosk für Zeitungen und Zeitschriften aus Deutschland auf Android-Smartphones und Tablet Computer. Zu den Startpartnern gehören unter anderem die Bauer Media Group, der Condé Nast Verlag, der Spiegel Verlag und die Verlagsgruppe Handelsblatt, teilte Google in Hamburg mit. Über die App Google Play Kiosk können Anwender auf die Inhalte von 130 deutschsprachigen Publikationen zugreifen, darunter 80 Magazine, 50 Zeitungen sowie zahlreiche Nachrichten-Websites und Blogs. Außerdem bietet der Kiosk Inhalte aus über 1 500 internationalen Quellen.

Abos und Einzelverkauf möglich

Google stellt dabei die Inhalte an das jeweils verwendete mobile Gerät optimiert dar: Zeitschriften werden in einem E-Paper-Format ausgeliefert. Für Leser auf einem Smartphone wird alternativ eine Textansicht bereitgestellt. Verlage können nach Angaben von Google ihre Inhalte als Monats- oder Jahresabonnement respektive Zeitschriften auch als Einzelverkauf den Nutzern zur Verfügung stellen. Die App unterstützt aber auch Bezahlschranken für Online-Angebote sowie kostenlose Angebote, die durch Werbung finanziert werden.

Erlösaufteilung noch unklar

Sönke Iwersen, Chefredakteur "Handelsblatt Live", erklärte, der Google Play Kiosk sei für das "Handelsblatt" "ein spannender neuer Weg, unsere Leser mit hochwertigen exklusiven Wirtschaftsnachrichten zu versorgen." Carsten Schüerhoff, Geschäftsleiter Digital Brand Solutions, Bauer Media Group, ordnete Google Play als "eine der größten Vertriebsplattformen im Digital Mobile Business" ein. Mit dem Launch von Google Play Kiosk habe Bauer als größtes deutsches Zeitschriftenhaus die Möglichkeit, seine Zeitschriften einer weiterführenden digitalen Zielgruppe zur Verfügung zu stellen und damit die Reichweite weiter auszubauen. Zur Erlösaufteilung zwischen den Verlagen und Google machte der Internet-Konzern keine Angaben. Es ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa allerdings flexibler als beim Google-Wettbewerber Apple, wo die Verlage in der Regel 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Parallel zum Start in Deutschland bringt Google Kiosk auch in Frankreich heraus. In den USA, Großbritannien und Italien gibt es das Angebot bereits.

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