| Finanzkrise

Große Banken stärken Eigenkapitalbasis

Allen Unkenrufen zum Trotz - die Banken finden noch Geldgeber.
Bild: Haufe Online Redaktion

27 große europäische Banken haben ihre Eigenkapitaldecke in den vergangenen Monaten um 94,4 Milliarden Euro aufgestockt. Das gab die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in London bekannt.

Damit habe die „überwiegende Mehrheit“ der Banken die kritische Grenze von neun Prozent harten Kernkapitals überschritten. Diese Quote hatte die EBA ab Ende Juni 2012 gefordert. Beim Stresstest im vergangenen Herbst war für diese Banken noch ein Bedarf in Höhe von zusammen 76 Milliarden Euro identifiziert worden. Allerdings wurden die Banken aus Griechenland, bei denen alleine ein 30-Milliarden-Lücke klaffte, aus der Betrachtung ausgeklammert. Auch die deutsche WestLB, die Österreichische Volksbank, die belgische Dexia Bank und die spanische Bankia würden separat betrachtet, hätten aber umfangreiche Restrukturierungspläne vorgelegt, heißt es in einer Mitteilung der Bankenaufsicht. 

„Die europäischen Banken sind jetzt in einer stärkeren Stellung, was auch dazu führen sollte, dass sie wieder mehr Geld an die echte Wirtschaft verleihen können und eigenen Zugang zu den Finanzmärkten bekommen“, sagte EBA-Chef Andrea Enria. Die „wenigen Banken“, die noch nicht die Neun-Prozent-Marke erreicht hätten, seien Auffangmaßnahmen getroffen worden, die sie auf Linie mit den Anforderungen der EBA bringen sollen. Die Namen dieser Banken wurden von der Londoner Behörde nicht veröffentlicht.

Schlagworte zum Thema:  Finanzkrise, Eigenkapital, Bankenaufsicht

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