28.08.2012 | Exporte steigen

Kleiner Hoffungsschimmer in Griechenland

Die griechischen Unternehmen verkaufen mehr im Ausland, dennoch ist die Handelsbilanz defizitär.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Exportbemühungen Griechenlands zeigen Erfolg: Im ersten Halbjahr 2012 verkaufte die angeschlagene griechische Wirtschaft Waren im Wert von 8,2 Milliarden Euro ins Ausland. Unterdessen muss Spanien seine Wachstumsdaten revidieren.

Der griechische Export lag in den ersten sechs Monaten um  4,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor - und sogar 19,3 Prozent höher als im Jahr 2010. Dies geht aus Daten der Statistikbehörde Elstat vom Montag in Athen hervor. Weil Griechenland wegen der seit Jahren andauernden Rezession massiv weniger Waren im Ausland einkauft, schrumpft zugleich das Handelsdefizit deutlich. 

Die Importe machten im ersten Halbjahr 2012 nur noch 15,2 Milliarden Euro aus, knapp 10 Prozent weniger als im Vorjahr - und sogar knapp 22 Prozent unter dem Stand von 2010. Das Handelsbilanzdefizit betrug damit nur noch knapp sieben Milliarden Euro, nach 12,6 Milliarden zwei Jahre zuvor. 

Anders die Entwicklung in Spanien: Die Konjunktur läuft bereits seit zwei Jahren schlechter als angenommen. 2011 schaffte die viertgrößte Ökonomie des Eurolandes nur ein Wachstum von 0,4 Prozent - statt 0,7 Prozent wie bislang angegeben. Das gab das Nationale Statistik-Institut (INE) bekannt. 2010 war die spanische Wirtschaftsleistung demnach sogar um 0,3 Prozent geschrumpft, und nicht wie bislang angenommen um 0,1 Prozent. Noch viel schlimmer sieht es indes im laufenden und im kommenden Jahr aus: Für 2012 erwartet die Regierung in Madrid einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,5 Prozent, für 2013 um weitere 0,5 Prozent.Ifo-Index

Stimmung in den Unternehmen weiter gedrückt

Schlagworte zum Thema:  Finanzkrise, Euro-Rettungsschirm, Export

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