12.08.2011 | Wirtschaft & Märkte

Experten erwarten für 2012 weniger Wachstum

Von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragte Experten sehen für das laufende Jahr ein höheres und für das kommende Jahr ein niedrigeres Wirtschaftswachstum. Nach einem "überraschend starken" Wirtschaftswachstum im Eurogebiet zu Beginn des Jahres rechnen sie für 2011 mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent nach zuvor 1,7 Prozent, hieß es im Monatsbericht der Notenbank.

Für die zweite Hälfte des laufenden Jahres rechnen die Experten allerdings mit einer Abschwächung des Wachstums. Im kommenden Jahr sei nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent nach zuvor prognostizierten 1,7 Prozent zu rechnen.

Sparprogramm schlagen durch

Als Gründe für das Abflauen der Konjunktur in der Eurozone nannte die Befragten einen Dämpfer bei der weltweiten Nachfrage, die negativen Auswirkungen der Sparprogramme in den führenden westlichen Industrienationen und die teuren Rohstoffe. Insgesamt hätten die Teilnehmer an einer Umfrage die Risiken für die Wachstumsaussichten "als nach unten gerichtet" eingestuft, hieß es weiter. Im Jahr 2013 dürfte die Konjunktur aber wieder etwas an Schwung gewinnen und die Experten erwarten ein BIP-Wachstum von 1,8 Prozent.

2013 Teuerung von 1,9 Prozent erwartet

Die Inflationserwartungen liegen laut der Umfrage für das laufende Jahr bei 2,6 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte über der bisherigen Erwartung. Für das kommende Jahr sei die Prognose für die Teuerungsrate ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte angestiegen auf nunmehr 2,0 Prozent. Für 2013 wird eine Teuerung von 1,9 Prozent erwartet. Die leichte Aufwärtskorrektur für die Jahre 2011 und 2012 sei auf die Entwicklung der Rohstoffpreise zurückzuführen, hieß es. Die durchschnittliche Prognose für die längerfristige Inflation im Jahr 2016 liege unverändert bei 2,0 Prozent.

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