09.09.2013 | Transparenzstelle

Experte fürchtet höhere Spritpreise durch Meldestelle

Die Meldestelle für Benzinpreise startet in Kürze.
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

Die neue Meldestelle für Kraftstoffe könnte nach Einschätzung eines Experten zu höheren statt niedrigeren Benzinpreisen führen.

Der Markt werde nicht nur für die Autofahrer transparent, sondern auch für die Mineralölgesellschaften und Tankstellenbetreiber, sagte der Unternehmer und Wissenschaftler Holger Haedrich der Nachrichtenagentur dpa. Er hat in einer Studie gemeinsam mit der Schweizer Universität St. Gallen die Wirkung der Markttransparenzstelle untersucht. Damit können die Autofahrer über Smartphones und Navigationsgeräte die aktuellen Benzinpreise der deutschen Tankstellen abrufen.

Wettbewerb wird reduziert 

Die Tankstellen würden nun ihre Preise lokal optimieren und an ihre Kundengruppen anpassen, um ihre Margen maximal auszuschöpfen, sagte Haedrich. Jedes Unternehmen definiere so lokal den passenden Preisabstand zu seiner Konkurrenz. Wenn alle damit gut leben könnten, werde aber niemand mehr ausscheren und versuchen, Kunden über besondere Preisaktionen zu gewinnen, vermutet der Forscher. Der Wettbewerb werde reduziert, die Bedeutung des Preises nehme ab. Der Aufwand, die Daten von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland zusammenzuführen, lohne sich daher nicht, erklärte Haedrich.

Schlagworte zum Thema:  Benzinpreis, Markttransparenz, Tankstelle

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