27.03.2013 | EU-Rangliste

Deutschland bei Innovationskraft in Europa Spitze

Mit ihrer Innovationskraft kommt die EU global auf Rang vier.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn es um Innovationen geht, ist Deutschland Spitze. Nur Schweden schneidet im Vergleich der 27 EU-Mitglieder besser ab. Auch Europa insgesamt fördert Erfindungen und wirtschaftliche Weiterentwicklung immer besser. Dennoch liegt der Kontinent hinter den USA oder Japan.

Deutschland ist im Vergleich der Innovationskraft der 27 EU-Mitglieder erstmals auf Platz zwei vorgerückt. Das geht aus einer Rangliste der EU-Kommission hervor, die Industriekommissar Antonio Tajani und Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn in Brüssel veröffentlichten. Nur Schweden schneidet noch besser ab. Beim vorigen Mal hatte auch Dänemark noch vor der Bundesrepublik gelegen. Die EU-Kommission prüft jährlich, wie es um Forschung und Innovation in den Mitgliedsstaaten steht. Kriterien sind zum Beispiel Investitionen in Wissenschaft und Produktentwicklung. Die Brüsseler Behörde untersucht auch, ob es Unternehmen gelingt, neue Marken und Produkte zu Geld zu machen.

Kaum Geldgeber für riskante Projekte 

Einen Spitzenplatz nimmt Deutschland bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein: Forscher sind besonders häufig Mitverfasser von Beiträgen in internationalen Publikationen. Vergleichsweise schlecht schneidet die Bundesrepublik beim Versuch ab, Lizenzen und Patente im Ausland zu vermarkten. Auch fällt es Unternehmen schwer, Geldgeber für riskantere Projekte zu gewinnen. Führend auf dem Kontinent bleibt die Schweiz - die EU-Kommission nimmt auch einige Nicht-EU-Länder in ihren Vergleich auf. Schlusslichter in Sachen Innovation sind Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien. "Die Gruppe der weniger innovativen Länder holt nicht auf", bemängelte Industriekommissar Tajani.

EU global auf Rang vier 

Allerdings konnten in den vergangenen fünf Jahren fast alle EU-Staaten ihre Innovationskraft verbessern - trotz der Schuldenkrise in Europa. Nur in Griechenland und Zypern nahm sie ab.  Die EU als Ganzes liegt in der Wertung der Kommission hinter Südkorea, den USA und Japan. Trotz mancher Erfolge gebe es keinen Grund zur Selbstgefälligkeit, sagte Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn. Besonders die Länder im Mittelmeerraum müssten mehr investieren, auch wenn das in Krisenzeiten schwierig sei.

Schlagworte zum Thema:  EU, Innovation

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