| Energiewende

Hohe Einsparpotenziale in der Industrie

Gegen steigende Energiekosten hilft am besten Energie sparen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Deutschland kann seine Energiekosten im Jahr 2020 um bis zu 33 Milliarden Euro senken, wenn die von der Regierung beschlossenen Energieeffizienzziele umgesetzt werden. Wie viel davon realisiert wird, hängt von der Investitionsbereitschaft der Verbraucher und der Betriebe ab.  

Erhebliche Energieeffizienzpotenziale gibt es immer noch in allen Verbrauchsbereichen. Besonders viel Energie kann in Gebäuden und durch spritsparende Fahrzeuge eingespart werden. Sehr schnell rechnen sich Energieeffizienzmaßnahmen in der Industrie. Das ist das Ergebnis neuer Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Dena).

Den Berechnungen der Dena liegen zwei Szenarien zugrunde: ein konservatives, in dem die aktuellen Rahmenbedingungen und Trends fortgeschrieben werden sowie ein ambitionierteres Szenario „Energiewende“, in dem die Erreichung der Energieeffizienz- und -einsparziele der Bundesregierung unterstellt werden.

Die deutsche Industrie könnte der Dena zufolge im Szenario „Energiewende“ im Jahr 2020 4,4 Milliarden Euro Energiekosten einsparen, was elf Prozent ihres heutigen Energieverbrauchs entsprechen würde. Insbesondere Maßnahmen im Bereich der Prozesswärme sowie die systemische Optimierung stromverbrauchender Querschnittstechnologien wie Druckluft-, Pumpen- und Lüftungssystemen sind hier erfolgversprechend. Um gezielte Anreize zu setzen, fordert die Dena, die Befreiung von der EEG-Umlage für die energieintensive Industrie an die Einführung von Energiemanagementsystemen und Energieaudits zu koppeln.

 

Schlagworte zum Thema:  Energiewende, Mittelstand, Energieeffizienz

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