| Energiewende

Atomexperten fordern Abkehr vom Ausstiegsfahrplan

Atomexperten fordern flexible Laufzeiten für die bestehenden Atomkraftwerke.
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Jahr nach dem Beschluss der Bundesregierung zum stufenweisen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 fordert die Kerntechnische Gesellschaft (KTG) eine Abkehr von dem Fahrplan.

"Die grundlegenden Fehler der sogenannten Energiewende sind endlich in aller Munde", sagte die KTG-Vorsitzende Astrid Petersen laut einer Mitteilung. "Aufgrund fehlender Leitungs- und Speicherkapazitäten können erneuerbare Energien noch auf lange Sicht keinen vollwertigen Ersatz bieten." Es sei kein Fahrplan erkennbar, wie die Leistung der Kernkraftwerke ersetzt werden könnte. "Dies birgt wachsende Gefahren für die Versorgungssicherheit ebenso wie für die Preisstabilität", sagte Petersen. "Schon jetzt zeichnen sich erhebliche Preiserhöhungen ab, und spätestens mit der fest terminierten Abschaltung der nächsten Kraftwerke drohen großflächige Versorgungslücken."

Ausstieg fußt auf falschen Versprechungen 

Der große gesellschaftliche Konsens über den Abschied von der Kernenergie sei auf der Grundlage falscher Versprechungen zustande gekommen. "Wir fordern daher die Bundesregierung auf, umgehend den Ausstiegsfahrplan zu revidieren und die Abschaltung weiterer Kernkraftwerke flexibel und mit Augenmaß in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit ausreichender und bezahlbarer Ersatzkapazitäten zu gestalten." Die KTG fördert die friedliche Nutzung der Kernenergie.

Schlagworte zum Thema:  Energiewirtschaft, Energiewende, Energieversorgung, Atomkraftwerk

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