23.05.2016 | DIW-Studie

Energiekosten für die Industrie sind gesunken

Die Energiewende hat den Strom nicht verteuert.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Für die deutsche Industrie sind die Energiekosten in den vergangenen Jahren um ein Zehntel gesunken. Das ist das Ergebnis einer Studie von Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Öko-Instituts.

Demnach zahlten die Industrieunternehmen im ersten Quartal dieses Jahres monatlich 2,68 Milliarden Euro für Energie, etwa 320 Millionen Euro weniger als im Jahr 2010. Verglichen mit 2013 waren es sogar 570 Millionen Euro weniger. "Am stärksten trug dazu der Preisrückgang von Erdgas, Öl und Kohle bei", sagte der DIW-Fortscher Sebastian Petrick, bei der Vorstellung der Untersuchung in Berlin. Die Ökonomen errechneten einen neuen Energiekostenindex für die Industrie. Er setzt die Ausgaben für Energie ins Verhältnis zum Wert der gesamten Produktion. Daraus ergibt sich, dass die Unternehmen im ersten Quartal 1,8 Prozent des Warenwertes für Energiekosten aufwenden mussten.

Kostenbelastung 20 % geringer als 2010

Die Energiekostenbelastung liege relativ, das heißt gemessen an der Wirtschaftsleistung der Industrie, derzeit sogar um rund 20 Prozent niedriger als 2010, sagte der Chefökonom der Umweltstiftung European Climate Foundation (ECF), Thomas Fricke. Das sei damit zu erklären, dass die Produktion bei gesunkenen Energiekosten erhöht worden sei. Die ECF hatte die Studie in Auftrag gegeben.

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Schlagworte zum Thema:  Industrie, Studie, Energie

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