| Diskussion um Ausweitung

Lkw-Maut auf Bundesstraßen gestartet

Ab heute sind auch 1.100 Kilometer Bundesstraßen mautpflichtig.
Bild: Haufe Online Redaktion

Angesichts der Ausdehnung der Lkw-Maut auf gut ausgebaute Bundesstraßen wird über weitere Schritte diskutiert. Die SPD will prüfen, ob in der kommenden Legislaturperiode ab 2013 alle Bundesstraßen einbezogen werden können.

Voraussetzung sei, dass die Systemkosten für den Betrieb niedrig seien und die Einnahmen zusätzlich in die Infrastruktur flössen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, der Deutschen Presse-Agentur.

1.100 Kilometer Bundesstraßen mautpflichtig 

Rund sieben Jahre nach ihrer Einführung wird die Lkw-Maut nun jetzt ausgeweitet: Den Startschuss gab Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gestern um 23.30 Uhr in der Zentrale des Mautbetreibers Toll Collect. Ab 0.00 Uhr in der Nacht waren dann nicht nur die Autobahnen, sondern auch gut 1.100 Kilometer Bundesstraßen gebührenpflichtig. Dabei handelt es sich um Abschnitte mit vier Fahrspuren, die an Autobahnen angebunden sind. Insgesamt gibt es knapp 40.000 Kilometer Bundesstraßen.

VCD will Maut für Lkw auf allen Straßen 

Von der anstehenden Ausweitung der Maut werden Einnahmen von etwa 100 Millionen Euro im Jahr erwartet. Sie sollen dem Straßenbau zugutekommen. Die Lkw-Maut auf Autobahnen brachte zuletzt rund 4,5 Milliarden Euro in die Bundeskasse. Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Städte- und Gemeindebund haben sich dafür ausgesprochen, dass Lastwagen auf allen Straßen eine Benutzungsgebühr zahlen sollten.

 

Schlagworte zum Thema:  Lkw, Lkw-Maut, Autobahn, Bundesstraße

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