19.10.2011 | Wirtschaft & Märkte

DIHK: Jeder dritte Unternehmer findet keinen Nachfolger

Einen geeigneten Nachfolger für seinen Betrieb sucht jeder dritte Unternehmer vergeblich. Das zeigt ein Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Dem Bericht zufolge wurden wegen fehlender Nachfolger auf dem Chefsessel allein im vergangenen Jahr rund 1.800 Unternehmen mit insgesamt mehr als 23.000 Arbeitsplätzen aufgegeben.

"Die Fachkraft Chef wird immer mehr zum Engpass", kommentierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Demografischer Wandel verschärft die Probleme

Jeder dritte potenzielle Nachfolger sei nur unzureichend qualifiziert, fast jeder zweite unterschätze die Anforderungen der Unternehmensübernahme, sagte Wansleben. Der demografische Wandel verschärfe die Probleme noch. Unternehmer sollten daher laut DIHK auch über Alternativen nachdenken - etwa den Verkauf an einen Mitarbeiter oder einen Existenzgründer.

Unrealistische Preisvorstellungen

Oft seien die Preisvorstellungen, mit denen Unternehmer in die Verhandlungen mit dem potenziellen Nachfolger gehen, unrealistisch. Bei 41 Prozent der Firmenchefs sei der Unternehmenspreis überhöht, das sind dem Bericht zufolge fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Übergabeprozess dauere im Schnitt drei Jahre.

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