28.09.2015 | Ifo-Index legt zu

Deutschlands Manager bleiben zuversichtlich

Viele Firmen planen die Produktion zu steigern.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutschlands führende Manager lassen sich von der Wirtschaftsflaute in China und anderen Schwellenländern nicht aus der Ruhe bringen. In der monatlichen Befragung des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung äußerten sie sich erneut zuversichtlich.

Der Ifo-Index, der als ein wichtiges Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft gilt, legte zur Überraschung einiger Konjunkturexperten erneut leicht auf 108,5 Punkte zu. "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich robust", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in München. Ihre Lage beurteilten die rund 7.000 befragten Firmen im September zwar schlechter als im Vormonat. Die Aussichten für die kommenden sechs Monaten fielen jeder besser aus. "Mehr Unternehmen planen, die Produktion zu steigern", sagte Sinn. Auch im Juli und August war der Index gestiegen. Experten hatten befürchtet, dass es im September zu einem Stimmungswechsel gekommen sein könnte. Doch das Zögern der US-Notenbank Fed, die die Zinsen vorerst nicht erhöht hat, die nervösen Finanzmärkte und das schwache Wachstum in den Schwellenländern hätten die deutschen Unternehmen kalt gelassen, kommentierte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner den Ifo-Index. "Ihre Stimmung steigt. Das finde ich richtig - nicht nur wegen unserer guten Binnenkonjunktur. Die Industrieländer laufen besser, die deutschen Exporteure wachsen mit."

VW-Skandal spielt noch keine Rolle

Allerdings spielte der VW-Skandal um manipulierte Autos in dem aktuellen Ifo-Index noch keine Rolle, da ein Großteil der Antworten aus den Firmen regelmäßig in der ersten Monatshälfte beim Ifo-Institut eingeht. Die Sorgen um die Marke "Made in Germany" würden sich daher erst in der Oktober-Befragung des ifo-Instituts niederschlagen, sagte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe: "Wir sollten uns aber nichts vormachen: Der Abgasskandal trifft ins Mark der deutschen Industrie. In den Chefetagen der deutschen Unternehmen sorgt man sich um das gute Image deutscher Produkte." Jeden Monat befragen die Münchner Konjunkturforscher Firmen aller Branchen und Größenordnungen nach der Einschätzung ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen und ermitteln daraus den Ifo-Index.

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