| Continental-Studentenbefragung

Deutsche Studierende sehen optimistisch in die Zukunft

Viele Studenten hoffen auf eine erfolgreiche Karriere.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mehr als drei Viertel der Studierenden im Ingenieurwesen sowie in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften sehen ihrer beruflichen Zukunft zuversichtlich oder sogar sehr zuversichtlich entgegen. Das besagt die aktuelle Continental-Studentenbefragung unter 1.025 Studierenden in Deutschland.

Vor allem die angehenden Ingenieure sind optimistisch, was die eigenen Karrierechancen angeht. Einher geht dies mit einer positiven Einschätzung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. 76 Prozent sehen die deutsche Wirtschaft hier gut positioniert. 33 Prozent der Studierenden erwarten außerdem im kommenden Jahr eine noch bessere wirtschaftliche Entwicklung als in diesem Jahr. 55 Prozent antizipieren eine unveränderte Entwicklung.

Hoch sind die Erwartungen an den zukünftigen Arbeitgeber: Die Studentinnen und Studenten bevorzugen solche Unternehmen, die ihnen gute Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten und gleichzeitig Optionen für berufliche Auszeiten für Familie und Weiterbildung bieten.

 

Studenten sehen Unternehmen in sozialer Verantwortung

Ein zusätzlicher Schwerpunkt lag bei der Befragung in diesem Jahr, die vom Infas-Institut abgewickelt wurde, auf dem Thema Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Klare Tendenz dabei: Vier von fünf Befragten (82 Prozent) sehen eine große gesellschaftliche Verantwortung bei Unternehmen. Nur ein Bruchteil hält Unternehmen allein den Aktionären verpflichtet.

Bei einem zukünftigen Arbeitgeber legt jeder Fünfte (19 Prozent) Wert auf soziales und ökologisches Engagement und fast jeder Dritte (29 Prozent) auf nachhaltiges Wirtschaften. Gleichzeitig zählen im privaten Bereich soziales und ökologisches Engagement nur für jeden Zehnten (9 Prozent) zu einem zentralen Lebensbereich.

 

Was Jobangebote attraktiv macht

Entscheidende Kriterien attraktiver Jobangebote sind neben interessanten Aufgaben (57 Prozent) und vertraglichen Regelungen wie unbefristete Anstellung (41 Prozent) und geregelte Arbeitszeiten (30 Prozent) zunehmend die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf (91 Prozent). Partnerschaft und Familie (62 Prozent) haben für Studierende einen höheren Stellenwert als Studium und Qualifikation (55 Prozent) sowie Beruf und Karriere (30 Prozent).

Im Kontext der Priorisierung von Partnerschaft und Familie ist auch die geringe Flexibilität im Bezug auf Arbeiten im Ausland zu sehen: 2012 legt nur jeder Zwanzigste bei der Jobsuche Wert auf einen Arbeitsort im Ausland. Die Schweiz (58 Prozent) und die USA (51 Prozent) haben noch die größte Attraktivität für die Studierenden.

 

Internationale Kompetenz gewinnt an Bedeutung

Allerdings haben die Studentinnen und Studenten erkannt, dass Praxiserfahrung unerlässlich ist: Nachdem bis 2007 die Zahl der absolvierten Praktika abgesunken war, sind es 2012 wieder knapp zwei Drittel, die angeben, ein Inlandspraktikum gemacht zu haben, dabei sind 41 Prozent freiwillige Praktika. Auslandspraktika (14 Prozent) und -semester (13 Prozent) legen im Zeitverlauf wieder an Beliebtheit zu. Wie in der Wirtschaft gewinnen internationale Kompetenzen auch im universitären Umfeld immer mehr an Bedeutung (2007: 28 Prozent, 2012: 34 Prozent), besonders die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften liegen hier weit vorne (50 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Studium, Naturwissenschaften, Karriere, Umfragen, Ingenieur, Mitarbeiter, Student

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