13.04.2012 | Wirtschaft & Märkte

Dena-Chef: Investieren für die Energiewende

Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Andreas Jung, hat stärkere Anstrengungen zur Imageverbesserung der Energiewende gefordert. Die Pläne hätten ein Akzeptanzproblem, sagte Jung. Es müsse jedem gesagt werden, dass ein Umsteuern zu erneuerbaren Energien Investitionen in neue Infrastruktur wie Leitungen oder Pumpspeicherkraftwerke notwendig mache.

Siemens-Vorstandsmitglied Siegfried Russwurm forderte die Politiker bei der Veranstaltung der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport" auf, sich Gedanken über die Finanzierung der Energiewende zu machen. Das von der Bundesregierung ausgerufene Thema sei eine Chance für Deutschland. "Wenn wir beweisen, dass es geht, wird das Modellcharakter haben", sagte Russwurm.

 

Großes Potenzial beim Energiesparen

Nach dem Atomunglück in Japan hatte die Bundesregierung 2011 eine Kehrtwende in der Energiepolitik vollzogen und die Laufzeitverlängerung für die Atomreaktoren rückgängig gemacht. Der Dena-Chef bekräftigte, dass neben der Umstellung bei der Erzeugung ein großes Potenzial beim Thema Einsparung von Energie liege.

 

Energie muss bezahlbar bleiben

Bislang kommen in Deutschland 80 Prozent des Stromverbrauchs aus konventionellen Energiequellen und 20 Prozent aus Erneuerbaren, wie der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Bernhard Heitzer sagte. Bis zum Jahr 2050 solle das Verhältnis umgekehrt werden. Energie müsse bezahlbar bleiben, sagte Heitzer. "Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir in Deutschland nicht Opfer unserer mutigen Politik werden."

Aktuell

Meistgelesen