| De-Mail vor dem Start

Der Geschäftsbrief auf Papier wird überflüssig

Die E-Mail wird mit De-Mail rechtsverbindlich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bequem wie die Mail, aber rechtsverbindlich und sicher wie der unterschriebene Brief - das soll die De-Mail bieten. Gut ein Jahr nachdem die gesetzliche Grundlage geschaffen wurde, geht die Deutsche Telekom am 31. August zur Funkausstellung in Berlin mit der De-Mail an den Start.

Bürger, die sich registrieren und identifizieren lassen, können dann mit Banken, Versicherungen oder anderen Unternehmen, die bei dem System mitmachen, Geschäftsbriefe per Mail abwickeln. „De-Mail ist komfortabel, sicher und verbindlich“, lobte Telekom-Chef René Obermann in Bonn die elektronische Konkurrenz zum Brief. Auch die 1&1 Internet AG (GMX und Web.de) und die Deutsche Post wollen bis Ende des Jahres De-Mail anbieten, teilten beide Unternehmen mit. Am Start ist auch das De-Mail-Angebot der Firma Mentana-Claimsoft, die mehrheitlich zur Unternehmensgruppe Francotyp-Postalia gehört. 

Fast 18 Milliarden Briefe werden pro Jahr in Deutschland verschickt, die meisten geschäftlich. Bislang bietet die Mail dazu keine echte Alternative. Mitlesen ist möglich, das Fälschen von Absenderangaben ebenfalls. „Absender und Empfänger können nicht sicher sein, mit wem sie gerade kommunizieren“, sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme. In Zukunft ist das anders. Die gesetzlich vorgeschriebenen De-Mail-Standards machen die Unterschrift überflüssig, der elektronische Sende- und Empfangsbeleg wirkt wie ein Einschreiben. 

1,5 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang Interesse bekundet, außerdem mehrere zehntausend Unternehmen. Sie müssen sich eine Adresse reservieren lassen und sich bei einem der Anbieter registrieren und identifizieren lassen, um De-Mail zu nutzen. Verbraucher können dann nur mit solchen Banken, Versicherungen, Fluggesellschaften oder Anwaltskanzleien per De-Mail kommunizieren, die ebenfalls mitmachen. Sowohl Telekom als auch 1&1 sind aber sicher, dass Unternehmen und Behörden rasch in großer Zahl Kommunikation per De-Mail bieten werden.

Schlagworte zum Thema:  De-Mail, Deutsche Telekom, E-Mail

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