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Google nimmt Anlauf auf deutsche Wohnzimmer

Mit Chromecast will Google im deutschen Wohnzimmer punkten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Googles neues Tablet hatte es in den Handel geschafft, noch bevor der Konzern es überhaupt vorgestellt wurde. Als Überraschung präsentierte der Internet-Riese "Chromecast", das Internet-Filme auf den Fernseher bringt.

Google geht in die Hardware-Offensive: Mitte der Woche hat der Internet-Konzern einen Nachfolger seines Tablets Nexus 7 vorgestellt. Darüber war seit Wochen spekuliert worden. Auch mit einem neuen Gerät für Internet-Videos auf dem Fernseher verstärkt Google den Druck auf Rivalen wie Apple und Microsoft. Das "Chromecast" genannte Gerät ist eine Art übergroßer USB-Stick mit Computerfunktionen, der über Funk Inhalte von YouTube, dem hauseigenen Streamingdienst Google Play und der Online-Videothek Netflix auf den TV-Bildschirm bringt.

Nach Google-TV kommt Chromecast 

"Chromecast" ist nicht der erste Versuch von Google, in den Markt der TV- und Heimunterhaltung vorzudringen. Gemeinsam mit Partner Sony brachte der Konzern vor einigen Jahren sein Google-TV auf den Markt. Als komplettes Fernsehgerät war Google TV allerdings nur in den USA im Handel. In Deutschland kam es schließlich als Settopbox heraus, die Filme aus dem Internet auf den Fernseher bringt. "Chromecast" fungiert sozusagen als Verbindungsglied zwischen Handy und Fernseher. Inhalte werden über Apps der Anbieter auf dem Smartphone oder Tablet ausgewählt und dann über den Stick auf den Fernseher übertragen. Das Gerät wird vorerst aber nur in den USA erhältlich sein. Beachtlich ist der Preis: Mit 35 Dollar liegt Googles Fernsehstick deutlich unter der Settopbox Apple TV, die der Rivale für 99 Dollar verkauft.

Nexus 7: noch leichter, noch dünner, noch schneller 

Auch mit dem neuen Tablet Nexus 7 versucht Google, Apple in die Parade zu fahren. Erst einen Tag zuvor hatte Apple zurückgehende Verkäufe seiner iPads vermeldet. Das Nexus 7 ist zwei Millimeter dünner und 50 Gramm leichter als sein ein Jahr alter Vorgänger und mit einem schnelleren Chip ausgestattet. Eine Kamera an der Vorderseite ist hinzugekommen. Die Auflösung des sieben Zoll großen Displays ist mit 1.920 mal 1.200 Bildpunkten deutlich verbessert. Das Nexus 7 ist das erste Gerät, das mit der neuen Version 4.3 von Googles Android-Betriebssystem ausgestattet ist, die vom Unternehmen "Jelly Bean" getauft wurde. Computerhersteller Asus produziert das Geräte, wie bereits den Vorgänger. Ab dem 30. Juli soll es in zwei Varianten mit 16 und 32 Gigabyte Speicher für rund 230 beziehungsweise 270 Dollar in den Handel kommen. Noch vor der Präsentation durch Google hatte die amerikanische Elektronik-Kette Best Buy die Geräte zur Vorbestellung ins Netz gestellt.

Konkurrenz nicht nachhaltig gestört 

Sein erstes Nexus 7 brachte Google vor rund einem Jahr auf den Markt. Bislang war es dem Unternehmen nicht gelungen, die Konkurrenz der Marktführer nachhaltig zu stören. Mit weitem Abstand dominieren das iPad von Apple und an zweiter Stelle Samsung mit seinen Galaxy-Tablets den Markt. Asus, das auch eigene Android-Tablets im Programm hat, rangiert nach Angaben der Marktforscher von IDC weltweit derzeit auf dem dritten Platz.

Schlagworte zum Thema:  Google, Fernsehen

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