25.03.2013 | Erhebung der Bundesbank

Haushalte haben im Schnitt 51.400 Euro Vermögen

Die Immobilie ist ein wichtiger Bestandteil des Vermögens vieler Haushalte.
Bild: MEV Verlag Germany

Ein deutscher Durchschnittshaushalt hat nach einer Studie der Bundesbank ein Bruttovermögen von 67.900 Euro. Abzüglich der Schulden bleibt ein Nettovermögen von 51.400 Euro, wie die Deutsche Bundesbank bei der Präsentation ihrer Studie "Private Haushalte und ihre Finanzen" in Eltville berichtete.

 Demnach sind Hauseigentümer deutlich reicher als Haushalte ohne Wohneigentum: "Der Medianwert des Nettovermögens von Eigentümern einer entschuldeten Immobilie liegt in Deutschland bei 255.600 Euro. Bei Eigentümern einer hypothekarisch belasteten Immobilie ergibt sich ein Medianwert von 160.200 Euro. Bei Mieterhaushalten sind es nur 10.300 Euro", berichtete die Notenbank.

 Die Werte geben den sogenannten Median wieder: Das heißt, es gibt ebenso viele reichere wie ärmere Haushalte. Das Durchschnittsvermögen liegt mit netto 195.200 Euro deutlich höher, denn den reichsten zehn Prozent der Haushalte gehören 59,2 Prozent des Nettovermögens, während 73 Prozent ein "unterdurchschnittliches» Nettovermögen haben.

 Den Angaben zufolge sind 44,2 Prozent der Haushalte Eigentümer einer Immobilie - 47,1 Prozent im Westen und 33,7 Prozent im Osten. Noch größer sind die Unterschiede beim Nettovermögen: In Westdeutschland liegt der Median bei 78.900 Euro, im Osten bei 21.400 Euro. 

Für die Studie wurden 2010 und 2011 Interviews mit 3565 Haushalten geführt. Die Daten umfassen die Vermögen der Haushalte, die privaten Rentenansprüche, die Spartätigkeit oder das Einkommen. Die Ansprüche aus der gesetzlichen Sozialversicherungen sind nicht einkalkuliert

Schlagworte zum Thema:  Bundesbank, Vermögen

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