Der Bund fördert den Bau von 15.000 Ladestationen für Elektroautos. Bild: Corbis

Um Elektro-Autos für Käufer attraktiver zu machen, startet der Bund ein 300 Millionen Euro umfassendes Förderprogramm für den Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland. Nach grünem Licht der EU-Kommission können Kommunen und private Investoren vom 1. März an Anträge stellen.

"Damit geben wir den Autofahrern das Vertrauen, dass sie ihre Fahrzeuge überall und jederzeit aufladen können", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Das könnte es auch für Unternehmen attraktiver erscheinen lassen, für Dienstwagen und die Fahrzeuge von Mitarbeitern Ladestationen anzubieten. Die Ladesäulen müssen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Ob das Laden für die Autofahrer gratis ist oder etwas kostet, entscheiden die Betreiber. Die bisher unzureichende Lade-Infrastruktur gilt als ein Grund für die immer noch schwache Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland .

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EU-Kommission lobt deutsche Pläne

"Durch das deutsche Förderprogramm werden Elektrofahrzeuge für Verbraucher und Unternehmen attraktiver", teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in Brüssel mit. "Es sorgt für die kosteneffiziente Bereitstellung der erforderlichen Ladeinfrastruktur und steht mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang." Mit der Förderung trage Deutschland dazu bei, den Schadstoff-Ausstoß zu senken und die Luftqualität zu verbessern, lobte die EU-Kommission. Finanzielle Unterstützung dürfte nach ihrer Einschätzung auch nur in der Startphase nötig sein. Staatliche Beihilfen benötigen in Europa eine Genehmigung der EU-Kommission. Sie soll sicherstellen, dass die öffentliche Förderung nicht zu Marktverzerrungen führt und Konkurrenten übervorteilt.

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Schlagworte zum Thema:  Elektroauto, Ladegeräte, Förderprogramm

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