| Branchenprognose

Maschinenbauer setzen auf Umwelttechnik

Bild: Haufe Online Redaktion

Müll, Abwasser und Energiesparen: Die deutschen Maschinenbauer erhoffen sich in den kommenden Jahren durch den wachsenden Bedarf an Umwelttechnik vor allem in Asien und Südamerika gute Geschäfte. Die wachsenden Großstädte dort stellen auch die Ver- und Entsorgung vor Probleme.

"Bis zum Jahr 2030 werden nach einer Schätzung der Vereinten Nationen rund fünf Milliarden Menschen in Städten leben, über zwei Milliarden mehr als heute", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Hannes Hesse, zur Eröffnung der Fachmesse IFAT Entsorga in München.

 

Umwelttechnologie schon vorhanden

Viele dieser Städte würden bereits heute kaum mit den daraus entstehenden Problemen fertig. "Sie sind auf neueste Technologien und Verfahren angewiesen, damit sie nicht zu Mega-Slums verkommen", sagte Hesse. Die nötige Umwelttechnik habe der deutsche Maschinen- und Anlagenbau entwickelt. Dabei geht es unter anderem um die Abwasseraufbereitung, aber auch um den Umgang mit Müll oder die Energieversorgung. Für die Branche ein Milliarden-Markt. «Die globalen Megatrends Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit eröffnen dem Maschinenbau enorme Chancen.»

 

Kläranlagen für China

So gebe es etwa in China vielfach kaum Kläranlagen. "In vielen Regionen haben die Menschen kein sauberes Trinkwasser, die Gewässer sind stark verschmutzt. Die Umweltschäden sind groß, ebenso die Gefahren für die Gesundheit der Bevölkerung", sagte Hesse. In Deutschland gebe es andere Probleme: Viele Kommunen klagen über leere Kassen. Dabei müssten hier etlichen Anlagen erneuert werden.

Für 2012 rechnet die gesamte Branche zwar mit einem guten Jahr, aber nicht mit großen Sprüngen. Angesichts der hohen Bestellungen im Jahr 2011 sei der Auftragseingang im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um neun Prozent zurückgegangen.


Schlagworte zum Thema:  Maschinenbau, Umwelttechnik, Investition

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