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Schwarzarbeit leicht rückläufig

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Schwarzarbeit bleibt in Deutschland trotz stabiler Konjunkturentwicklung ein Massenphänomen - allerdings mit abnehmender Tendenz. Nach Untersuchungen des Linzer Volkswirts Friedrich Schneider wird die Zahl der Schwarzarbeiter 2012 um etwa 100.000 auf 7,7 Millionen sinken.

Das Volumen der Schattenwirtschaft im stärksten Euro-Land werde um knapp zwei Milliarden Euro auf 342,4 Milliarden Euro zurückgehen. Das entspreche rund 13,3 Prozent des legalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und liege damit im Schnitt der entwickelten Industrieländer.    Zuletzt war die Schwarzarbeit infolge der Lehman-Wirtschaftskrise leicht angestiegen, ist aber prinzipiell seit Jahren rückläufig. Nach Schneiders Berechnungen ist in Österreich und der Schweiz der Schattenbereich mit rund 7,6 Prozent des BIP deutlich kleiner.

Am weitesten in Deutschland verbreitet ist die Schwarzarbeit im Baugewerbe und Bauhandwerk, die allein 38 Prozent des Sektors ausmachten, schreibt Schneider. Es folgen Dienstleistungsbetriebe wie Hotels und Gaststätten sowie Kfz-Gewerbe mit jeweils rund 17 Prozent. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie Nachhilfe, Frisur, Putzen oder Babysitten würden häufig schwarz erbracht und machten noch 15 Prozent oder 51,4 Milliarden Euro der Schattenwirtschaft aus.

Als positive Faktoren für den legalen Arbeitsmarkt nennt der Ökonom das Wirtschaftswachstum, die damit verbundenen Beschäftigungseffekte und die Senkung der Rentenbeiträge. Kontraproduktiv habe sich im vergangenen Jahr die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge ausgewirkt.


Schlagworte zum Thema:  Schwarzarbeit, Handwerker, Handwerk

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