07.03.2012 | Wirtschaft & Märkte

Betriebe unterschätzen Risiken einfacher IT-Geräte

Heute verbinden sich mehr Geräte als jemals zuvor mit dem Internet . Das ist eine wachsende, aber auch bekannte Herausforderung für IT-Sicherheitssoftware. Das Problem: Vielfach erkennen gerade Unternehmen die potenzielle Sicherheitslücken vor allem in einfachen Geräten nicht.

„Die meisten Unternehmen tun zwar viel für die IT-Sicherheit, schützen aber zum Beispiel ihre Abteilungsdrucker nicht vor Angriffen", sagte Hans-Peter Bauer, Europa-Chef von McAfee. Dabei hänge dieser ebenfalls am Netz und habe eine eigene IP-Adresse. „Wer an Unternehmensdaten kommen will, hackt den Printserver."

„IT-Sicherheit muss heute eine unheimlich große Bandbreite von Geräten mit einbeziehen", sagte Bauer. In einem größeren Unternehmen kämen schnell 200.000 verschiedene Geräte zusammen. Sogar Kühlschränke oder Herzschrittmacher hätten inzwischen eine IP-Adresse. Auch Geldautomaten müssten heute wie jeder andere Computer gegen Angriffe geschützt werden. Während sich heute rund 1,5 Milliarden Geräte mit dem Internet verbinden, werden es in fünf Jahren voraussichtlich bereits 50 Milliarden sein.

Welche Folgen ein fehlender Schutz gegen feindliche Angriffe haben kann, habe McAfee zuletzt am Beispiel eines Insulin-Dosiergeräts gezeigt, das genau eingestellt immer eine bestimmte Menge des Stoffs abgibt. Selbst ein so einfaches Gerät lässt sich hacken, sagte Bauer. Für den betroffenen Menschen könne so etwas tödlich enden.

„Wir müssen das Sicherheitsbewusstsein weiter stärken", sagte Bauer. Auch die wachsende Zahl an genutzten Smartphones werde für Unternehmen zunehmend ein Problem. „Wir können die Geräte aber immer nur so sicher machen, wie es der Hersteller der Geräte zulässt", sagt Bauer. Apple nutze beim iPhone ein sehr geschlossenes System. „Offene Systeme wie Android sind aber für alle offen, für die Guten wie für die Bösen."

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