20.10.2015 | China-Geschäft

Ernüchterung bei deutschen Firmen in China

Peking arbeitet an einem neuen 5-Jahresplan.
Bild: Haufe Online Redaktion

Unternehmen aus Deutschland sind pessimistisch, was ihr Geschäft in China angeht. Doch trotz abgekühlten Wachstums in Fernost könnte die Wirtschaft hierzulande mit einem blauen Auge davonkommen.

Die ganz fetten Jahre in China sind vorbei. Das wird immer mehr deutschen Unternehmern klar, wenn sie in ihre Geschäftsbücher und auf die düsteren Daten blicken, die Peking Monat für Monat vorlegt. Gestern waren die Wachstumszahlen für das dritte Quartal dran: Mit 6,9 Prozent legte das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik zwar leicht stärker zu als von Analysten erwartet - aber trotzdem nur so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Behörden für bisherige chinesische Verhältnisse katastrophale Zahlen zum Außenhandel bekanntgegeben. Dieser war im September erneut kräftig um 8,8 Prozent eingebrochen. Besonders die Einfuhren aus dem Ausland traf es hart: Die Importe fielen den elften Monat in Folge - diesmal sogar um 17,7 Prozent im Vorjahresvergleich. "Auch wenn kaum jemand an eine harte Landung glaubt: Der Abwärtsdruck in den vergangenen Monaten war größer, als es uns lieb ist", sagt der Manager eines deutschen Dax-Konzerns, der in China aktiv ist. Dass sich unter deutschen Firmen Pessimismus breitmacht, hat auch die Deutsche Handelskammer kürzlich in einer Umfrage festgestellt. Jeder zweite befragte Unternehmer gab an, seine Ziele im Reich der Mitte nach unten korrigiert zu haben. Eine Mehrheit von 62,7 Prozent der in China Befragten sagte, dass die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihr Geschäft negativ beeinflussten.

Schlagworte zum Thema:  Auslandsgeschäft, Export, China

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