18.07.2011 | Wirtschaft & Märkte

Bei der Gebäudekühlung kann viel gespart werden

Der Trend in Deutschlands Unternehmen geht zur Klimaanlage. Doch solche Anlagen verbrauchen Strom und erzeugen CO2-Emissionen. Wer ein Gebäude auf andere Art und Weise kühl hält, kann meist auf eine Klimaanlage verzichten. Das schont die Umwelt und spart Geld.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat den Stromverbrauch in Deutschland für die Gebäudekühlung ermittelt und Einsparpotentiale berechnet. 4 % des gesamten Stromverbrauchs werden jährlich aufgewendet, damit Gebäude kühler werden. Bis zu 38 % ließen sich einsparen.

 

Glasfassaden lassen es heiß werden

Moderne Gebäudefassaden lassen die Räume dahinter sehr warm werden. Sie bringen zwar viel Tageslicht an die Arbeitsplätze, bei Sonne aber auch die Wärme. Bei der Planung ist es besser, auf großflächige Verglasung zu verzichten, vor allem bei Gebäuden, die nach Süden ausgerichtet sind.

 

Der Mix aus verschiedenen Maßnahmen ist besonders effektiv

  • Für kühlenden Schatten sorgen auf natürliche Weise Bäume vor den Fenstern.
  • Ein außen liegender Sonnenschutz hält Helligkeit und Hitze ab.
  • Da es nachts kühler wird, empfiehlt es sich, Gebäude in dieser Zeit intensiv zu belüften. Dabei wird nicht nur verbrauchte Luft ausgetauscht, sondern die Räume werden zusätzlich gekühlt.
  • Wände und Decken sollten am besten aus Wärme speicherndem Material sein. So sind sie im Sommer länger kühl und speichern in der kalten Jahreszeit die Wärme besser.
  • Zu einem geringen Strombedarf kann auch der einzelne Mitarbeiter beitragen. Leichte und luftige Kleidung ermöglichen es, eine etwas höhere Raumtemperatur ohne Kühlung zu akzeptieren.
  • Zur Raumkühlung können auch sog. Kühlsegel installiert werden. Damit wird ein Bereich der Decke abgehängt. Diese Deckenelemente beinhalten ein Rohrsystem, in dem sich Wasser befindet. Warme aufsteigende Luft wird an den Segeln abgekühlt und fällt wieder hinunter.

Weitere Informationen für eine bedarfsgerechte Kühlung stehen im Studienbericht "Klimaschutz durch Reduzierung des Energiebedarfs für Gebäudekühlung". Sie können den Bericht auf der Internetseite des Umweltbundesamtes herunterladen.

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