| BDU-Fachkonferenz 2012

Basel III wird Finanzkrisen nicht verhindern können

Die Geldbeschaffung wird für Unternehmen mit Basel III schwieriger.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die neuen Regeln von Basel III werden auch zukünftige Finanz- und Bankenkrisen nicht vollständig verhindern können. Allerdings sind sie zumindest dazu geeignet, die Folgen zu mildern.

Dieses Fazit zogen Experten aus Finanzinstituten, Rechtskanzleien sowie Unternehmensberatungen bei der 7. Fachkonferenz Finanzierung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) am 17. September 2012 im Düsseldorfer Industrieclub. Wichtig sei, so die einhellige Meinung der Veranstaltungsteilnehmer, den Bankensektor mit Augenmaß zu regulieren, damit die Versorgung der Realwirtschaft mit Krediten weiter sichergestellt und notwendige Innovationen gefördert werden können. 

Die klassische Bankfinanzierung von Unternehmen gerät durch die verschärften Vorgaben an die Finanzinstitute durch Basel III – beispielsweise erhöhte Eigenkapitaldecken, zusätzliche Kapitalpuffer oder neue Liquiditätsanforderungen – von verschiedenen Seiten unter Druck. 

Als Reaktion sei bereits jetzt erkennbar, so Prof. Dr. Karl-W. Giersberg, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Finanzierung, dass Banken ihre Geschäftsmodelle verändern und ihr Geschäftsvolumen reduzieren. „Dies wird dazu führen, dass die Kreditvergabe gerade an mittelständische Unternehmen mit noch höheren Anforderungen versehen sein wird. Sprich: Das Thema Unternehmensfinanzierung wird immer komplexer und hierdurch steigt der Bedarf an fundierter, unabhängiger Beratung in der Wirtschaftswelt.“ Darüber hinaus steige die Notwendigkeit für die Unternehmen, ihren Finanzbedarf vermehrt direkt über Investoren und alternative Kreditgeber, wie zum Beispiel Versicherungen, zu decken.

Schlagworte zum Thema:  Finanzkrise, Basel III, Finanzierung

Aktuell

Meistgelesen