11.01.2012 | Wirtschaft & Märkte

BDS-Umfrage: Mittelständler für Finanztransaktionssteuer

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ist für die große Mehrheit des Mittelstands eine richtige Entscheidung. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundes der Selbständigen Baden-Württemberg (BDS).

Von den 757 Unternehmerinnen und Unternehmern, die der Selbstständigenverband im Rahmen seiner halbjährlichen Konjunkturumfrage zu diesem Thema befragte, gaben 62 Prozent an, sie würden die Einführung einer solchen Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte befürworten. Lediglich knapp 20 Prozent sind dagegen. Rund 18 Prozent haben dazu keine klare Meinung.

Bei größeren Unternehmen ist die Zustimmung zur Steuer dabei sogar deutlich größer als bei den Kleineren. Während 58 Prozent der befragten Unternehmen mit einem bis vier Mitarbeiter für die Steuer ist, liegt die Zustimmungsrate bei den größeren Mittelständlern zwischen 50 und 250 Mitarbeitern sogar bei 70 Prozent. Besonders große Zustimmung gibt es auch im Dienstleistungsbereich und bei den freien Berufen (71 Prozent), während sich das Handwerk mit 57 Prozent im Branchenvergleich mit der Forderung am meisten zurückhält.

„Für jeden anderen Bereich ist eine Umsatzsteuer das Normalste der Welt. Da ist es wenig verständlich, dass ausgerechnet bei Finanzprodukten über viele Jahre eine Ausnahme gemacht wurde“, sagte BDS-Präsident Günther Hieber. Aus Sicht des Verbandes wäre es besser, wenn England und damit der Finanzplatz London doch noch mit einbezogen werden könnte. „Zur Not wäre die Einführung nur in der Eurozone trotzdem besser als gar keine Steuer“.

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