22.11.2011 | Wirtschaft & Märkte

BDI hält Rezession für unwahrscheinlich

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet trotz akuter Euro-Schuldenkrise keinen Absturz der Konjunktur. "Die globale Realwirtschaft ist intakt", schrieb BDI-Präsident Hans-Peter Keitel nach Verbandsangaben in einem Rundbrief an deutsche Industrieunternehmer.

"Aus einer industriellen, realwirtschaftlichen Perspektive heraus gibt es für ein erneutes Rezessionsszenario keinen Anlass", fügte er hinzu. Die deutsche Wirtschaft zeige sich nach wie vor in robuster Verfassung. Die industrielle Produktion und die Lageeinschätzung der Unternehmen seien auf hohem Niveau, die Auftragsbücher der Firmen gut gefüllt. Dass nach zwei ausgesprochen wachstumsstarken Jahren die deutsche Wirtschaft nun in ein ruhigeres Fahrwasser gerate, sei konjunkturelle Normalität.

Politik und Finanzwirtschaft haben nach Ansicht Keitels ihre Hausaufgaben in der Krise nur teilweise gemacht. Den international gefassten Beschlüssen müsse deren Verwirklichung folgen. «Beide - Politik und Finanzwirtschaft - springen nach wie vor zu kurz, dauerhafte und nachhaltige Lösungen sind in beiden Bereichen nicht in Sicht, und dieses Verhalten untergräbt das Zutrauen der Käufer von Staatsanleihen massiv.» Von den instabilen Finanzmärkten und der ungelösten Staatsschuldenproblematik gingen denn auch die größten Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung aus.

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