05.09.2014 | Auf der IFA Berlin

Samsung will mit Datenbrille punkten

Samsung hat die Computeruhr weiterentwickelt.
Bild: Pebble

Samsung will sich auf der IFA in Berlin als innovatives Unternehmen mit Design-Anspruch präsentieren. Eine erste Brille für virtuelle Welten hat das Unternehmen im Gepäck. Und die neue Computer-Uhr Galaxy S ist auch dabei.

Samsung steigt in den noch jungen Markt der Brillen für virtuelle Realität ein. Auf der IFA in Berlin präsentierte der südkoreanische Elektronikkonzern mit der "Gear VR" sein erstes Headset, mit dem der Nutzer komplett und ohne Medienbruch in eine virtuelle Welt eintauchen kann. Das Gerät soll ganz ohne Kabel nutzbar sein und ein besonders hoch auflösendes Display haben. Bei der Entwicklung hat der Konzern mit dem Rivalen Oculus zusammengearbeitet.

Bitkom erwartet lukrativen Markt für neuartige Geräte

Das kalifornische Unternehmen Oculus gilt mit seiner 3D-Brille "Rift" als Pionier in dem noch jungen Markt. Die enge Partnerschaft mit Samsung habe die Entwicklung eines Headsets für virtuelle Realität mit erstklassiger Auflösung und auf Basis einer mobilen Plattform erst ermöglicht, sagte John Carmack, Technikchef von Oculus. Als erste Inhalte will Samsung zum Beispiel Animations-Charaktere aus den Studios von DreamWorks und eine Präsentation der bekannten Varieté-Kunst-Show Cirque du Soleil herausbringen. Einen exklusiven Zugang sollen die Nutzer in den Fiction-Film "Marvcel's The Avenger" bekommen. Auch Sony hat bereits vor einiger Zeit seine "Morpheus" vorgestellt, die das Erleben von 3D-Welten ermöglicht. Auf der Spielemesse Gamescom war sie erstmals vor einem breiten Publikum präsentiert worden. Anders als die Gear benötigt sie aber eine Kabelverbindung zu einem Computer. Sony will die Videobrille in erster Linie für Computerspiele vermarkten. Der Branchenverband Bitkom erwartet für die neuartigen Geräte einen lukrativen Markt.

Telefonieren mit der Datenuhr

Zugleich kündigte Samsung erwartungsgemäß den Nachfolger seiner Computer-Uhr an. Die Gear S soll unabhängig vom Smartphone am Handgelenk zahlreiche Funktionen bieten, sagte Samsung-Manager DJ Lee. Sie hat einen zwei Zoll großen, gebogenen AMOLED-Bildschirm. Dank des integrierten UMTS-Moduls lässt sich die Uhr selbst auch zum Telefonieren nutzen. Auch ein WLAN-Netz kann die Gear S nutzen. E-Mails zeigt sie ebenfalls an, ohne eine Verbindung zum Smartphone zu haben. Inzwischen sollen rund 1.000 Apps für die Gear verfügbar sein.

Montblanc als Design-Partner

Seinen Design-Willen dokumentiert Samsung mit einem Modell aus Swarowski-Steinen. Ein Swarowski-Cover gibt es auch für die neuen Modelle 4 und Edge der Mini-Tablets Galaxy Note. Beim Edge lassen sich an einer der Seiten, die leicht nach hinten gebogen sind, spezielle Nachrichten platzieren. Die Technologie des Eingabestifts sowie der Kamera und des Sprachrekorder wurden verbessert. Als Design-Partner für den Stift gewannen die Südkoreaner den Hamburger Schreibgerätehersteller Montblanc, der erstmals Stifte speziell für das Galaxy Note 4 produziert.

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Schlagworte zum Thema:  Datenbrille, Samsung

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