12.03.2012 | Wirtschaft & Märkte

Arbeitskosten stiegen im Jahr 2011 deutlich

Im vergangenen Jahr sind die Arbeitskosten in Deutschland überdurchschnittlich stark gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2010 wurde der Faktor Arbeit um 3,2 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Das war der höchste Anstieg seit Einführung des Arbeitskostenindex im Jahr 1997. 2010 waren die Kosten mit einem Plus von 0,5 Prozent nahezu stabil geblieben.

Grund für die jüngste Entwicklung waren Tarifsteigerungen und Sonderprämien, die vor allem in der Industrie für einen überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten von 4,3 Prozent sorgten. Noch deutlicher als die Brutto-Entgelte (plus drei Prozent) stiegen die Lohnnebenkosten, die um vier Prozent zulegten. Hier hätten sich mehr Krankentage und gestiegene Beiträge zu den Sozialversicherungen bemerkbar gemacht, berichteten die Statistiker.

Ein europäischer Vergleich liegt nur bis zum dritten Quartal 2011 vor. Danach lag der deutsche Anstieg in der Jahresfrist von drei Prozent über dem EU-Mittelwert von 2,6 Prozent, die Euro-Staaten verzeichneten ein Plus von 2,7 Prozent. Billiger wurde Arbeit beim kriselnden Euro-Mitglied Griechenland mit einem Minus von 7,5 Prozent. Die Lohnnebenkosten fielen dort sogar um 12,5 Prozent.

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