13.03.2012 | Wirtschaft & Märkte

2011 war ein gutes Jahr für Handwerker

Das deutsche Handwerk ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie zuletzt in den Boomjahren nach der Wiedervereinigung. Die Umsätze legten um 7,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 2010 hatte das Plus gegenüber dem Krisenjahr 2009 nur 0,6 Prozent betragen. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich 2011 um 0,6 Prozent.

Der Umsatzzuwachs sei vergleichbar mit dem Anfang der 90er Jahre, sagte ein Sprecher des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Wiesbadener Statistiker berücksichtigen nur die Meisterberufe. Einschließlich der nicht zulassungspflichtigen Werke und handwerksähnlicher Bereiche, zum Beispiel Änderungsschneidereien, stieg der Umsatz um 6,8 Prozent, rund 24.000 neue Jobs wurden dem ZDH zufolge geschaffen. In diesem Jahr erwartet die Branche ein Umsatzplus von 1,5 bis zwei Prozent.

Den stärksten Umsatzanstieg erzielten im vergangenen Jahr mit 12,7 Prozent die industrienahen Handwerke, zu denen beispielsweise Feinwerkmechaniker zählen. Das Bauhauptgewerbe legte ebenfalls zweistellig zu (plus 10,3 Prozent). Die Branche profitierte auch von dem vergleichsweise milden Wetter zum Jahresende.

Auch bei den Mitarbeiterzahlen lagen die industrienahen Handwerke mit einem Zuwachs von zwei Prozent vorn. Die Zahl der Beschäftigten in den Handwerken für den privaten Bedarf (minus 2,8 Prozent) und im Lebensmittelgewerbe (minus 1,0 Prozent) war dagegen rückläufig.

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