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PwC rechnet mit einer holprigen SEPA-Umstellung

Das Beratungsunternehmen PwC warnt vor SEPA-Verzögerungen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Start des neuen europäischen Zahlungssystems Sepa dürfte nach einer Umfrage holprig werden, berichtete die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC bei der Präsentation einer Umfrage unter 150 europäischen Unternehmen.

"Knapp ein halbes Jahr vor Inkrafttreten des einheitlichen europäischen Zahlungsraums läuft noch ein Drittel der europäischen Unternehmen Gefahr, die Umstellung nicht bis zum Stichtag 1. Februar 2014 zu schaffen", berichtete die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Ein Viertel der Befragten habe mit der Umstellung noch nicht einmal begonnen. Die flächendeckende SEPA-Umstellung zum 1. Februar werde zunehmend unrealistisch. "Von den drohenden Startschwierigkeiten wären auch die Betriebe betroffen, die ihre Systeme rechtzeitig auf SEPA umgestellt haben", warnt PwC-Partner Thomas Schräder: "Diese könnten beispielsweise mit Liquiditätsproblemen konfrontiert sein, wenn Kunden, die die Anpassung zum Stichtag nicht bewerkstelligt haben, keine Banküberweisungen tätigen können."

33 Länder im europäischen Zahlungsverkehrsraum 

Vom 1. Februar 2014 an dürfen Kreditinstitute Überweisungen und Lastschriften von Unternehmen und Vereinen nur im SEPA-Format bearbeiten. Die internationale Kontonummer IBAN wird Pflicht, auch für Überweisungen und Lastschriften im Inland. Die Länge der IBAN ist von Land zu Land unterschiedlich und darf maximal 34 Zeichen umfassen. In Deutschland hat sie immer 22 Stellen. Zu SEPA gehören seit dem 1. Juli 33 Länder, das sind die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Ziel der Umstellung ist, dass Überweisungen ins Ausland schneller und billiger werden.

Schlagworte zum Thema:  SEPA, SEPA-Firmenlastschriften, PwC, Umfragen

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