11.04.2013 | Bund der Steuerzahler

Vollverzinsung auf Steuernachforderungen nicht akzeptieren

Gegen hohe Zinsen auf Steuernachforderungen vom Finanzamt kann Einspruch eingelegt werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Steuerzahler müssen auf Nachforderungen vom Finanzamt hohe Zinsen zahlen. Dagegen sollte wegen eines laufenden Verfahrens rechtzeitig Einspruch erhoben werden.

Steuerzahler müssen auf Nachforderungen vom Finanzamt Zinsen zahlen. «Dabei wird ein Zinssatz von sechs Prozent pro Jahr erhoben», erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Dies gilt selbst dann, wenn den Steuerzahler gar keine Schuld an der verspäteten Steuerfestsetzung trifft. "Da dieser Zins am Markt schon lange nicht mehr erzielt werden kann, ärgern sich viele Steuerzahler über diesen hohen Zinssatz, sagt Käding.

Neues Verfahren beim FG Düsseldorf

Bislang hat der Bundesfinanzhof den Zinssatz zwar bestätigt (Az.: I R 80/10). Mittlerweile ist aber erneut Klage gegen die sogenannte Vollverzinsung vor dem Finanzgericht Düsseldorf eingelegt worden (Az.: 12 K 2497/12 AO). "In Fällen, in denen es zu einer Steuernachforderung mit Verzinsung gekommen ist, sollten Betroffene rechtzeitig Einspruch gegen die Zinsfestsetzung einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen", rät Käding. Zur Begründung sollte das Verfahren beim Finanzgericht Düsseldorf genannt werden. Zwar werden die Zinsen dann zunächst trotzdem fällig, der Steuerbescheid kann gegebenenfalls aber später noch geändert werden.

Schlagworte zum Thema:  Finanzamt, Steuerforderung, Vollverzinsung, Einspruch, Finanzgericht

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