| Urteil

Geschlossener Immobilienfonds ist eine spekulative Anlage

Bankberater dürfen geschlossene Immobilienfonds nicht als sichere Geldanlage anbieten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein Anlageberater darf keine Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds empfehlen, wenn der Kunde Geld zur Altersvorsorge anlegen möchte.

Das berichtet die "Monatsschrift für Deutsches Recht" (Heft 8/2012) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln. Denn nach Auffassung des Gerichts handelt es sich dabei nicht um eine sichere, sondern eine spekulative Anlageform (Az.: 20 U 167/11). Das Gericht gab mit seinem Urteil einer Anlegerin Recht. Die Klägerin hatte unter anderem mit Investitionen in einen geschlossenen Immobilienfonds Geld verloren. Ihr Anlageberater hatte ihr zu dieser Geldanlage geraten, obwohl sie als Anlageziel die Sicherung ihrer Altersvorsorge angegeben hatte.

Erstattung der Zahlungen angeordnet 

Vor dem Hintergrund hielt das OLG dem Anlageberater vor, seine Beratungspflichten verletzt zu haben. Daher müsse die Klägerin so gestellt werden, als hätte sie sich nie an dem Fonds beteiligt. Konkret sprachen die Richter der Klägerin im Wesentlichen einen Anspruch auf Erstattung ihrer Beteiligungszahlungen gegen Rückgabe der Fondsanteile zu.

 

Schlagworte zum Thema:  Geldanlage, Urteil, Altersvorsorge, Geschlossene Immobilienfonds

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