08.05.2012 | Umsatzsteuer

Darauf achtet das Finanzamt besonders

Die Umsatzsteuerprüfung können Sie vermeiden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Umsatzsteuerprüfung des Finanzamts kann richtig teuer werden. Der Prüfer interessiert sich bei der Umsatzsteuerprüfung vor allem für den Vorsteuerabzug und korrekt ausgestellte Rechnungen. Im Gegensatz zu anderen Prüfungen lässt sich die Prüfung der Umsatzsteuer aber manchmal sogar vermeiden.

Umsatzsteuerprüfung: Diese Anlässe gibt es

Das Finanzamt kann die Umsatzsteuer auf drei verschiedenen Wegen prüfen, in Ausnahmefällen sogar unangekündigt. Denkbar sind folgende Fälle:

  • Betriebsprüfung. Die Umsatzsteuerprüfung findet im Rahmen einer Betriebsprüfung statt. In der Prüfungsanordnung zur Betriebsprüfung wird die Umsatzsteuer hier einfach neben den anderen zu prüfenden Steuern aufgeführt.
  • Umsatzsteuersonderprüfung. Das Finanzamt kann auch eine eigenständige Umsatzsteuerprüfung anordnen. Hier werden jedoch nicht gleich mehrere Jahre geprüft, sondern meist nur ein Jahr oder einige Monate.
  • Umsatzsteuernachschau. Hat das Finanzamt erhebliche Zweifel an einer Umsatzsteuervoranmeldung oder an einer Umsatzsteuerjahreserklärung, darf es auch eine Umsatzsteuernachschau durchführen. Größter Unterschied zur Betriebs- und Umsatzsteuersonderprüfung: Der Prüfer steht unangekündigt vor der Tür und gibt Ihnen keine Chance, Ihre Buchhaltung zu korrigieren.

Tipp: Die Umsatzsteuersonderprüfung oder die Umsatzsteuernachschau erfolgen nicht routinemäßig, sondern nur bei Ungereimtheiten. Mit anderen Worten: Sorgen Sie für genügend Transparenz bei Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung oder der Umsatzsteuerjahreserklärung, lässt sich eine Umsatzsteuerprüfung also vermeiden – abgesehen von der routinemäßigen Kontrolle im Rahmen einer Betriebsprüfung

 

So vermeiden Sie eine Umsatzsteuerprüfung

Die Vorbereitung auf eine Prüfung der Umsatzsteuer beginnt ausnahmsweise nicht mit der Zustellung der Prüfungsanordnung, sondern bereits einen Schritt davor. Hier muss es heißen: Vermeiden Sie die Umsatzsteuerprüfung!

Tipp: Das geht am besten, indem Sie eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt nicht nur einreichen, sondern bei erheblichen Abweichungen von den bisher eingereichten Umsatzsteuervoranmeldungen auch erklären. Sie können beispielsweise die Gründe dafür in einem Schreiben an das Finanzamt erläutern. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn anstatt umsatzsteuerpflichtiger Umsätze auf einmal nur noch steuerfreie Ausfuhrlieferungen getätigt werden.

 

Haben Sie hohe Investitionen getätigt und beantragen deshalb die Erstattung hoher Vorsteuerbeträge, sollten Sie zur Erläuterung die Kopien der betreffenden Rechnungen ans Finanzamt schicken. Diese Mehrarbeit macht sich meist bezahlt. Der Grund: Wenn keine Fragen offen bleiben, muss das Finanzamt die Angaben der Umsatzsteuervoranmeldung oder Umsatzsteuerjahreserklärung nicht vor Ort prüfen.


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