05.02.2013 | Strompreisbremse

Wirtschaft will niedrigere Stromsteuer

Die stark gestiegenen Strompreise belasten die Wirtschaft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Wirtschaft lehnt die Pläne von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) für eine Strompreisbremse ab und fordert stattdessen eine Senkung der Stromsteuer.

Das sei der beste kurzfristig gangbare Weg zur Lösung des Problems stark steigender Stromkosten, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Klar ist: Es besteht akuter Handlungsbedarf."

Grundlegende Reform erneuerbarer Energien 

Darüber hinaus muss aus Driftmanns Sicht auch mittelfristig etwas getan werden. Ohne einen Eingriff in die Vergütungsregelungen werde "die Rallye der Stromkosten auch 2014 weitergehen - zulasten von Wirtschaft und Verbrauchern". Deshalb müsse sich eine grundlegende Reform der Förderung erneuerbarer Energien anschließen, forderte der DIHK-Präsident. Er warnte davor, die Vergünstigungen der energieintensiven Industrie zurückzufahren. Der Strompreis für diese Unternehmen würde auf einen Schlag um etwa zehn Prozent steigen und damit deren internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Umlage könnte auf sieben Cent steigen 

Altmaier will die Ökostrom-Umlage zur Förderung grünen Stroms einfrieren, um die zuletzt stark gestiegenen Stromkosten nicht noch weiter in die Höhe zu treiben. Nach internen Berechnungen des Bundesumweltministeriums könnte die Ökostrom-Umlage ohne Gegenmaßnahmen von derzeit 5,277 Cent bis 2014 auf bis zu sieben Cent steigen.

Schlagworte zum Thema:  Strompreis, Stromsteuer, Umlage, Erneuerbare Energien

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