31.10.2012 | Erstmals seit der Gründung

Stiftung Warentest rutscht in die roten Zahlen

Die Stiftung Warentest hat erstmals rote Zahlen geschrieben.
Bild: Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest rutscht in diesem Jahr erstmals seit ihrer Gründung 1964 in die roten Zahlen.

"In unserer Planung gehen wir von einem Minus von 1,35 Millionen Euro aus", sagte Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest. Die Stiftung ist vor allem wegen ihrer Zeitschriften "test" und "Finanztest" bekannt. Zwar hat der Bund das Kapital der Stiftung seit 2009 massiv aufgestockt. Die Finanzspritze reicht jedoch laut Zeitung nicht aus, um die gleichzeitig sukzessive gesenkten jährlichen Zuwendungen durch das Verbraucherschutzministerium an die Stiftung auszugleichen.

Zu niedrige Erträge am Kapitalmarkt 

Um die Arbeit der Stiftung Warentest noch unabhängiger zu gestalten, beschloss die Bundesregierung im Jahr 2009 laut Zeitung die jährlichen Zuwendungen von sechs Millionen Euro durch einen Zuschuss von 50 Millionen Euro zum Stiftungskapital zu ersetzen. Durch das erhöhte Kapital kann die Stiftung nun selbst ihr Geld am Markt anlegen. Für die Berechnung der möglichen jährlichen Erträge am Kapitalmarkt wurde ein durchschnittlicher Zinssatz von fünf Prozent angenommen. Diese sind jedoch im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum zu erwirtschaften.

 

Schlagworte zum Thema:  Stiftung Warentest, Jahresabschluss

Aktuell

Meistgelesen