31.12.2013 | Steuerfreibetrag

Otto Normalarbeiter hat 2014 ein bisschen mehr in der Tasche

Auch der Kinderfreibetrag wird bald angehoben.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Normalverdiener haben im Jahr 2014 wegen des höheren Grundfreibetrags und steuerlicher Änderungen ein bisschen mehr Geld in der Tasche. Bei Besserverdienern schlagen aber Belastungen in Folge höherer Beitragsbemessungsgrenzen für Sozialkassen zu Buche.

Durchschnittsverdiener haben im kommenden Jahr etwas mehr Geld in der Tasche - auf Gutverdiener hingegen kommen höhere Belastungen hinzu. Das geht aus Berechnungen des Berliner Steuerrechtsexperten Frank Hechtner hervor. Danach können Durchschnittsverdiener im Jahr 2014 auch dank des höheren Grundfreibetrages mit einem geringfügig höheren Nettolohn von 126 Euro im Jahr rechnen - vereinzelt auch bis zu fast 142 Euro. Höhere Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung dagegen belasten Besserverdiener.

Grundfreibetrag steigt auf 8.354 Euro

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt im Januar für Ledige von 8.130 auf 8.354 Euro, bei Zusammenveranlagung auf 16.708 Euro. Das entlastet alle Steuerzahler. Spätestens für 2014 ist auch eine Erhöhung des Kinderfreibetrags nötig.  Nach dem jüngsten, vor einem Jahr verabschiedeten Existenzminimumbericht müsste er 2014 von derzeit jährlich 4.368 auf 4.440 Euro steigen. Davon profitieren vor allem höhere Einkommen. Normalerweise steigt dann auch das Kindergeld. Das muss der Gesetzgeber aber noch regeln. Hinzu kommt die bessere steuerliche Absetzbarkeit für Vorsorgeaufwendungen.

Große Mehrheit von Anhebung nicht betroffen

Für Arbeitnehmer, die mehr als 3.937,50 Euro brutto im Monat verdienen, steigen dagegen die Sozialabgaben. Grund ist die Anpassung der Beitragsgrenzen an höhere Einkommen. Bis zu diesen Grenzen - sie sind in der Renten- und Arbeitslosenversicherung höher als in der Kranken- und Pflegeversicherung - müssen Beschäftigte und ihre Arbeitgeber Sozialbeiträge entrichten. Was darüber liegt, ist beitragsfrei. Die große Mehrheit der Arbeitnehmer ist von der Anhebung nicht betroffen. Der Monatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten lag im Jahr 2012 im Schnitt bei knapp 3.400 Euro brutto.

Zwischen 41 und 142 Euro mehr

Ein Alleinstehender ohne Kinder mit einem Bruttomonatslohn von 1.000 Euro hat nach Hechtners Berechnungen im gesamten Jahr netto 41 Euro mehr zur Verfügung. Die größte Entlastung von fast 142 Euro ergibt sich für einen verheirateten Alleinverdiener ohne Kinder mit einem monatlichen Bruttolohn von 2.800 Euro. Ein verheirateter Alleinverdiener mit zwei Kindern und einem Bruttolohn von 3.500 Euro kann im nächsten Jahr etwa 126 Euro mehr ausgeben.

Schlagworte zum Thema:  Kinderfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenze, Sozialkasse, Steuerfreibetrag

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