02.07.2012 | Neue EU-Verordnung

Telefonieren im EU-Ausland wird günstiger

Das Telefonieren im EU-Ausland wird billiger.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Für Handygespräche in EU-Ländern gelten seit 1. Juli neue Preisobergrenzen. Laut einer EU-Verordnung dürfen Telefonate im EU-Ausland künftig höchstens 29 statt bisher 35 Cent pro Minute ohne Mehrwertsteuer kosten.

Inklusive der Steuer zahlen deutsche Kunden damit maximal rund 35 Cent pro Minute (statt rund 42 Cent). Darauf weist das Bundesverbraucherministerium hin. Wer im EU-Ausland angerufen wird, zahlt ab Juli nur noch höchstens acht statt elf Cent (inklusive Mehrwertsteuer rund zehn Cent statt 13 Cent) bei sekundengenauer Abrechnung. Bei abgehenden Telefonaten muss dagegen erst nach einer halben Minute sekundengenau abgerechnet werden. Eine SMS kostet in Zukunft maximal neun statt elf Cent (knapp elf Cent statt rund 13 Cent mit Mehrwertsteuer).

Preisgrenze für das Herunterladen von Daten 

Es gibt auch eine neue Preisgrenze für das Herunterladen von Daten: Ab Juli darf in EU-Ländern ein übertragenes Megabyte (MB) Daten zwar nur noch höchstens 70 Cent (rund 83 Cent inklusive Mehrwertsteuer) kosten. Ein sogenannter Kostenairbag verhindert eine horrende Handyrechnung. Voreingestellt ist eine Kostengrenze für Daten-Roaming, die bei 50 Euro im Monat (knapp 60 Euro inklusive Steuer) liegt. Danach wird die Verbindung gekappt, wenn der Kunde gegenüber seinem Anbieter nicht ausdrücklich erklärt, weiter Daten-Roaming nutzen zu wollen oder zuvor ein höheres Limit abgesprochen hat.

Schlagworte zum Thema:  Handy, Telefonkosten, EU-Richtlinie

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