09.05.2014 | Nachhaltige Anlagen

Gewinne mit gutem Gewissen

Bei nachhaltigen Geldanlagen sollte man sich gut informieren.
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr Menschen interessieren sich für nachhaltige Geldanlagen, entweder weil sie damit etwas bewegen wollen, oder weil sie mit gutem Gewissen Gewinne machen wollen. Auf Rendite müssen sie im Vergleich mit herkömmlichen Anlagen nicht verzichten.

Viele Anleger setzen nicht nur auf Rendite. Auch ethische, soziale oder Umweltstandards spielen eine immer größere Rolle. So stieg das Volumen von nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland 2013 um 6,6 Milliarden auf insgesamt 79,9 Milliarden Euro - ein Plus von neun Prozent, wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) in Berlin mitteilte. In Bezug auf die Rendite stünden nachhaltige Investments ihren konventionellen Pendants in nichts nach, erklärte Volker Weber, Vorsitzender des FNG-Vorstands. Verbraucher müssten sich aber genau über die Produkte informieren.

Nachhaltige Spezialfonds legen zu

Besonders stark konnte der Studie des FNG zufolge der Bereich der nachhaltigen Investmentfonds zulegen, der im vergangenen Jahr um 25 Prozent wuchs. Nachhaltige Spezialfonds, die von institutionellen Anlegern aufgelegt wurden, erzielten ein Plus von 15 Prozent. Das Volumen der Kundeneinlagen der Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus stieg um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert.  Bei der Suche nach nachhaltigen Anlagen können Verbraucher sich aber in der Regel nicht nur auf ihre Finanzberater verlassen. Entsprechende Produkte würden häufig nicht bei Beratungsgesprächen angeboten, erklärte FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. "Sie müssen sich selbst auf die Suche machen."

Keine Einbußen bei der Rendite

Vor der Entscheidung sollte sich ein Anleger drei grundsätzliche Fragen stellen: Wie hoch soll die Rendite sein? Wann soll das Geld zur Verfügung stehen? Und welches Risiko soll eingegangen werden? "Bei nachhaltigen Anlagen kommen noch ethische Aspekte dazu", erklärte Tober. Hier gebe es drei Dimensionen: Umwelt und ökologische Aspekte, soziale und gesellschaftliche Aspekte sowie verantwortliche Unternehmensführung und Transparenz.  Einbußen bei der Rendite müsse bei nachhaltigen Finanzprodukten niemand befürchten. "Studien zeigen, dass Anleger damit die gleichen Renditechancen haben wie bei herkömmlichen Anlagen", sagte Tober. Im Gegenteil: Die Ertragschancen könnten sogar steigen, wenn die Faktoren Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung eine Rolle spielen. So ermittelte die Beratungsgesellschaft Mercer, dass von insgesamt 36 untersuchten Studien 20 einen positiven Zusammenhang zwischen den Ertragschancen und den ethischen Anlagekriterien belegen.

>> Lesen Sie auch: Grüne Fonds bergen oft auch Risiken

Schlagworte zum Thema:  Nachhaltigkeit, Geldanlage

Aktuell

Meistgelesen