13.12.2011 | Steuern & Finanzen

Mindestbeiträge für Riester-Verträge ab 2012 beachten

Haben Sie einen Riester-Vertrag abgeschlossen und bisher keinen Cent an Beiträgen geleistet, müssen Sie ab 2012 umdenken. Denn ab 2012 muss jeder Riester-Sparer einen Jahresbeitrag von mindestens 60 Euro leisten. Hat Ihnen das Finanzamt wegen fehlender Beitragszahlungen die Zulagen rückwirkend aberkannt, können Sie sich wehren.

Die Einführung eines Mindestbeitrags wurde vor allem für Ehegatten eingeführt, bei denen der rentenversicherungspflichtige Partner einen Riester-Vertrag abschloss, seine Mindestbeiträge einbezahlte und dem anderen, nicht rentenversicherungspflichtigen Ehepartner so einen mittelbaren Anspruch auf die Riester-Zulagen verschaffte, wenn dieser ebenfalls einen Riester-Vertrag abschloss. (§ 79 Satz 2 EStG).

Wechsel vom mittelbaren zum unmittelbaren Riester-Anspruch

Der Ehegatte mit dem mittelbaren Zulagen-Anspruch musste bisher keine Mindestbeiträge einbezahlen und bekam dennoch die vollen Zulagen ausbezahlt. Doch oftmals wechselte der Ehegatte unbewusst vom mittelbaren zum unmittelbaren Zulagenanspruch (z.B. bei Geburt eines Kindes, weil die Mutter dadurch für drei Jahre gesetzlich rentenversichert ist). Der Staat forderte daraufhin die Zulagen wegen des fehlenden Mindestbeitrags zurück.

Tipp: Haben Sie also einen mittelbaren Zulagenanspruch, planen Sie den Mindestbeitrag von 60 Euro ab 2012 ein. Hat das Finanzamt die Zulagen für Vorjahre wegen fehlender Mindestbeiträge aufgrund des unbewussten Wechsels vom mittelbaren zum unmittelbaren Zulagenanspruch zurück gefordert, können Sie diese behalten, wenn Sie für die betreffenden Jahre jeweils 60 Euro nachzahlen.

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