| Steuern & Finanzen

Luxus-Handy ist keine Betriebsausgabe

Eigentlich haben Selbstständige das Privileg, dass sie selbst entscheiden können, wie viel sie in ihren Betrieb investieren möchten und wie viel ihnen diese Investition letztlich wert ist. Doch bei Luxusartikeln unterstellt das Finanzamt, dass der Kauf eher privat begründet ist, und kippt den Betriebsausgabenabzug.

Der häufigste Fall, bei dem die Finanzämter den Betriebsausgabenabzug korrigieren, ist der Kauf von Luxus-Autos für den betrieblichen Fuhrpark. Doch nun erwischte es einen Arzt, der sich ein betriebliches Handy für 5.200 Euro zulegte. Das Handy stammte von einem Luxus-Handy-Hersteller, der die Handys seiner Kunden mit Diamanten verzierte und sie mit Gold und Platin überzog. Für das Finanzamt war klar, dass der Kauf eines Handys in dieser Preisklasse rein aus persönlichen Gründen erfolgen musste. Folge: Das Finanzamt ließ nur einen pauschalen Werbungskostenabzug von 300 Euro zu.

Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil v. 14.7.2011, Az. 6 K 2137/10

Tipp: Selbständige, die betriebliche Investitionen durchführen, sollten also durchaus einmal einen Blick auf die Höhe der Ausgaben werfen und selbstkritisch beurteilen, ob die Ausgaben im Verhältnis mit dem erzielten Gewinn des Betriebs angemessen sind. Eine Aufteilung in einen privaten und einen betrieblichen Anteil lehnt das Finanzamt bei Luxusartikeln ab.

Aktuell

Meistgelesen