| Steuern & Finanzen

Koalition will Geringverdiener-Grenzen anheben

Die Koalition hat sich auf eine Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobber um 50 Euro auf 450 Euro geeinigt. Bei Midijobbern soll die Verdienstgrenze von 800 auf 850 Euro erhöht werden. Das teilten die sozialpolitischen Fraktionssprecher von Union und FDP, Karl Schiewerling und Heinrich Kolb, mit.

"Die Anhebung ist ein Beitrag zum Inflationsausgleich", erklärten die beiden Politiker. Hinzu komme eine Verbesserung der rentenrechtlichen Absicherung. "Minijobber sind künftig grundsätzlich voll in der Rentenversicherung abgesichert und können damit unter anderem Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente erwerben und die Vorteile der Riester-Förderung in Anspruch nehmen." Dazu müssten sie den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers von 15 Prozent um 4,6 Prozentpunkte aufstocken. Wer das nicht wolle, könne darauf auch verzichten - dann bleibe es bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers, hieß es.

Die Grünen lehnten die Pläne ab. Immer mehr unabhängige Experten würden die Abschaffung der Minijobs fordern, weil sich die massenhafte Subventionierung nicht existenzsichernder Beschäftigung als Sackgasse erwiesen habe, sagte die Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer.

Aktuell

Meistgelesen