Die Grafik zeigt die Einstellung von Privatanlegern zu nachhaltigen Kapitalanlagen. Bild: Statista ⁄

In Deutschland interessieren sich viele Privatanleger dafür, ihr Geld in sogenannte nachhaltige Kapitalanlagen zu investieren. Also in Anlagen, die eine positive ethische, soziale oder ökologische Wirkung erzielen. Wie die Statista-Infografik zeigt, können sich rund 40% der finanziellen Entscheider in Privathaushalten vorstellen, Ihr Geld so anzulegen – aber nur rund 5% haben dies in der Vergangenheit auch schon getan (zum Vergrößern auf "Infografik" klicken).

Im Auftrag des Instituts für nachhaltige Kapitalanlagen NKI hat das Marktforschungsinstitut GfK im Zeitraum zwischen 2017 im Rahmen einer repräsentativen Befragung insgesamt 1.694 Finanzentscheider in Privathaushalten in Deutschland zu ihren Einschätzungen zu einer nachhaltigen Kapitalanlage befragt. Mehr als jeder Vierte (26,2%) hat bereits von nachhaltigen Kapitalanlagen gehört, knapp vier von zehn Befragten (39,5%) halten solche Kapitalanlagen für attraktiv und können sich grundsätzlich vorstellen, ihr Geld in nachhaltige Kapitalanlagen anzulegen.

Marktpotenzial kaum ausgeschöpft

Dieses Marktpotenzial wird derzeit nur zu einem kleinen Teil ausgeschöpft. Lediglich 4,8% der Befragten geben an, bereits in Kapitalanlagen zu investieren, bei denen soziale, umweltbezogene und/oder ethische Kriterien berücksichtigt werden. Wichtigste Gründe für ein solches Investment sind der Beitrag der Kapitalanlagen zum Umwelt- und Klimaschutz (68,6%), der Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung (63,3%) und die Übereinstimmung mit persönlichen Zielen und Werten (52,0%).

Unzureichende Produktinformationen

Als Gründe, warum sie bisher nicht nachhaltig angelegt haben, nennen die Befragten vor allem unzureichende Informationen zu entsprechenden Produkten (40,1%), unklare Wirkungen für eine nachhaltige Entwicklung (35,2%) und ein höheres Anlagerisiko (30,9%). Eine schlechtere Rendite befürchten nur 22,5%. Wichtigste nachhaltigkeitsbezogene Themen für nachhaltige Kapitalanlagen sind die Einhaltung von Menschenund Arbeitsrechten (41,5%/35,5%) sowie die Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes (31,1 %/31,0 %).

Nachhaltige Sachanlagen besonders attraktiv

Nachhaltige Sachanlagen sind aus Sicht der Befragten besonders attraktiv. So finden 34,3% Direktanlagen in erneuerbare Energien interessant, 31,3% Waldinvestments und 28,1% Anlagen in nachhaltige Immobilien. Green Bonds stoßen bei jedem vierten Befragten auf Interesse, Umweltund Nachhaltigkeitsfonds bei gut jedem fünften.

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