13.07.2011 | Steuern & Finanzen

Geschäftswagen: Das sollten Sie beachten!

Wer nutzt das Fahrzeug? Welche Ausstattung ist sinnvoll? Welche steuerliche Zuordnung ist günstig? – Vor der Anschaffung eines Geschäftswagens müssen viele Aspekte bedacht werden. Hier finden Sie wichtige Informationen, einen Mustervertrag für die die Überlassung an Mitarbeiter sowie das Excel-Tool „Fuhrpark-Controlling“ zum kostenlosen Download.

Bereits vor dem Kauf eines Geschäftswagens sollten Sie genau überlegen, wer (Chef, Familienangehörige, Angestellte, freie Mitarbeiter) das Fahrzeug in welchem Umfang nutzen wird; denn aus der Antwort ergibt sich, welche steuerliche Zuordnung (Firmen- oder Privatvermögen) am günstigsten ist. Ein Geschäftswagen kann grundsätzlich unternehmerisch oder privat genutzt werden. Abhängig davon ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen für die Umsatzsteuer und den Vorsteuerabzug.

> Hier finden Sie die wichtigsten Modelle in einer Tabelle!

Praxistipp: Die Zuordnung zum umsatzsteuerlichen Privatvermögen ist ratsam, wenn aus der Anschaffung des Fahrzeugs ohnehin kein Vorsteuerabzug möglich ist (z.B. Erwerb von privat oder von einem steuerbefreiten Unternehmer/Kleinunternehmer, etc.). Der Vorteil ist, dass der spätere Weiterverkauf bzw. eine Entnahme dann nicht umsatzsteuerpflichtig sind. Ein anteiliger Vorsteuerabzug aus den laufenden Fahrzeugkosten ist trotzdem zulässig.

Die in der Praxis häufigste und praktikabelste Lösung für die Ermittlung der Umsatzsteuer ist die Ein-Prozent-Regel, auch Pauschalwertmethode genannt. Ermittelt der Unternehmer für Ertragsteuerzwecke den Wert der Nutzungsentnahme nach dieser Regel, kann er von diesem Wert auch umsatzsteuerlich ausgehen. Für die nicht mit Vorsteuern belasteten Aufwendungen kann er einen pauschalen Abschlag von 20 Prozent ansetzen. Die Alternative ist das Führen eines Fahrtenbuchs, sodass für jeden gefahrenen Kilometer der Grund (dienstlich oder privat) gegenüber dem Finanzamt belegt werden kann.

Wichtig: Die Pauschalwertmethode geht in etwa von einer Privatnutzung zwischen 30 und 35 Prozent aus. Ist der tatsächliche Privatanteil deutlich höher, dürfte sie daher günstiger sein.

Aktuell

Meistgelesen