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Erfolgsabhängige Gebühren benachteiligen Fondsanleger

Bild: Haufe Online Redaktion

Das Fondsanalysehaus Scope in Berlin hat die Performance von 8.000 Investmentfonds mit und ohne erfolgsabhängiger Vergütung miteinander verglichen. Das Ergebnis: Fonds mit erfolgsabhängiger Vergütung weisen durchschnittlich geringere Renditen auf als Fonds ohne Erfolgsgebühr.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Fondsgesellschaften erfolgsabhängige Vergütungen (Performance Fees) bei Publikumsfonds eingeführt. Derzeit hat rund ein Viertel der in Deutschland zugelassenen Investmentfonds erfolgsabhängige Gebührenbestandteile. Für Privatanleger ist das keine gute Nachricht. Durch zahlreiche und höchst unterschiedliche Ausgestaltungen schaffen Performance Fees große Intransparenz bei den Fondsgebühren. Außerdem kosten sie vor allem Rendite.

Um diese Aussage zu belegen, hat Scope insgesamt 7.748 Investmentfonds betrachtet. Das Ergebnis der Studie: Investmentfonds ohne Performance Fees erzielten in den vergangenen drei Jahren im Durchschnitt eine jährliche Rendite von 10,5 Prozent, Fonds mit erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen hingegen nur 8,9 Prozent.

Zusätzlich zur Gesamtbetrachtung wurden alle Fonds in sieben Assetklassen – Renten-, Aktien-, Misch-, Geldmarkt, Immobilien- und sonstige Fonds – unterteilt und deren Renditen analysiert. Ergebnis: In allen sieben Assetklassen schneiden Fonds mit Performance Fee im Durchschnitt schlechter ab als ohne. Besonders deutlich ist der Unterschied bei Misch- und bei Immobilienaktienfonds. In den vergangenen drei Jahren erzielten Fonds ohne Performance Fee in beiden Assetklassen im Durchschnitt über zwei Prozentpunkte mehr Rendite pro Jahr.

Schlagworte zum Thema:  Investmentfonds, Geldanlage, Altersvorsorge

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