22.03.2013 | Forderungsverkauf

Factoringbranche spürt konjunkturelle Flaute

Mit der Flaute der Konjunktur sank auch der Bedarf der Unternehmen, über den Forderungsverkauf die Kassen zu füllen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Factoringbranche hat im Jahr 2012 in einem schwierigen Gesamtumfeld das Forderungsankaufsvolumen stabil über der Marke von 157 Milliarden Euro halten können. Das geht aus der Jahresbilanz des Deutschen Factoring-Verbands hervor.

„Das hohe Umsatzniveau des letzten Jahres wurde in einem schwieriger werdenden gesamtwirtschaftlichen Umfeld erfolgreich verteidigt“, fasst es Joachim Secker, Sprecher des Vorstandes, die Entwicklung zusammen. Factoring wird auf Kundenseite weiter intensiv nachgefragt. Dies verdeutlicht die Anzahl der Kunden, die auf nunmehr rund 17.100 anstieg, eine neue Höchstzahl und gegenüber 2011 ein Plus von 17,1 Prozent. Factoring als Instrument der Betriebsmittelfinanzierung und Risikoabsicherung hat sich damit, insbesondere im Mittelstand, weiter verankert.

Schwache zweite Jahreshälfte 

Die deutsche Wirtschaft ist zwar mit Schwung in das Jahr 2012 gestartet, hat dann aber im Jahresverlauf an Kraft verloren, so dass der Gesamtzuwachs der deutschen Wirtschaft nur noch 0,7 Prozent betrug. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen des Deutschen Factoring-Verbandes wider: Nach einem Zuwachs von 2,69 Prozent im 1. Halbjahr war im 2. Halbjahr ein Minus von 2,35 Prozent beim Factoring-Volumen zu verzeichnen. 

Factoring-Quote leicht rückläufig

Die Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), im Ergebnis (gemessen am Umsatz der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Factoring-Verbandes) sank damit wieder knapp unter die magische sechs-Prozent-Hürde (5,9 Prozent).

Die Top 5 der wichtigsten Schwerpunktbranchen im Factoring blieben unverändert: Es dominieren Handel/Handelsvermittlung, Dienstleistungen, Herstellung von Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Ernährungsgewerbe, Metallerzeugung und –verarbeitung. Bemerkenswerte Einbußen gab es im Textil- und Bekleidungsgewerbe und bei der Herstellung von Möbeln, Schmuck u. Ä. (jeweils minus drei Plätze). Hingegen konnte sich der Sektor Verkehr und Nachrichtenübermittlung um bemerkenswerte vier Plätze nach oben entwickeln (nun auf Platz 15).

Schlagworte zum Thema:  Factoring, Finanzierung, Forderungsverkauf

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