19.02.2014 | Finanzaufsicht

Bafin fordert "Testament" von weiteren Banken

Neben der Deutschen Bank will die Finanzaufsicht nun auch von Sparkassen und Volksbanken Sanierungspläne sehen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Finanzaufsicht Bafin will in den kommenden Monaten von weiteren Banken ein "Testament" für den Krisenfall anfordern.

Nachdem die Behörde im vergangenen Jahr von mindestens 20 großen Instituten Sanierungspläne eingesammelt hatte, werde sie nun auch von "potenziell systemgefährdenden" Instituten entsprechende Konzepte einsammeln, schreibt die "Börsen-Zeitung". Ein Bafin-Sprecher bestätigte dies der Zeitung. Auf Basis des jeweiligen Sanierungsplans erarbeitet die Bafin ein Konzept für die Abwicklung einer Bank im Notfall. Das Vorgehen ist eine Lehre aus der Finanzkrise. Ziel ist, bei einer Schieflage einer Bank die Folgen für den Steuerzahler möglichst gering zu halten, ohne das gesamte Finanzsystem zu gefährden.

Auch Sparkassen und Volksbanken im Visier

Wie viele Banken diesmal von der Bafin angeschrieben werden, ist dem Bericht nach noch offen. Die erste Runde erfasste neben Deutscher Bank  und Commerzbank etwa auch Landesbanken, die Zentralinstitute von Sparkassen, sowie die Spitzeninstitute der Genossenschaftsbanken. Nun dürften dem Bericht zufolge auch direkt größere Sparkassen und Volksbanken ins Visier der Aufseher kommen. In der Branche stößt der zusätzliche bürokratische Aufwand auf Kritik. So bemängelte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Zeitung "vor dem Hintergrund der funktionierenden Institutssicherung unnötige administrative Belastungen".

>> Lesen Sie auch: Bafin erwägt Sanierungspläne auch für Versicherer

Schlagworte zum Thema:  Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Geldinstitut, Finanzkrise, Bank, Sanierungsplan, BaFin

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