25.04.2012 | Fahrtkosten

Hohe Spritpreise: So beteiligen Sie das Finanzamt

Bild: Haufe Online Redaktion

Für Unternehmer, die täglich mit ihrem Fahrzeug zu Kunden unterwegs sind, werden die steigenden Spritpreise zum ernsthaften finanziellen Problem. Doch sie haben eine gute Möglichkeit, das Finanzamt an den Mehrkosten zu beteiligen.

Selbstständige, die ihren Privatwagen für betriebliche Fahrten nutzen, können ohne Fahrtenbuch für jeden betrieblich zurückgelegten Kilometer 30 Cent Betriebsausgabenabzug geltend machen. Doch alternativ dürfen dem Finanzamt auch die tatsächlichen Kilometerkosten präsentiert werden. Angesichts der horrenden Spritpreise derzeit, dürften dadurch deutlich höhere Kosten als 30 Cent entstehen.

Beispiel: Unternehmerin Huber hat mit ihrem Privat-Pkw 4.000 betriebliche Kilometer zurückgelegt. Die tatsächlichen Kosten je Kilometer hat sie mit 74 Cent ermittelt.

 Pauschale KilometerkostenTatsächlich Kilometerkosten
Betriebsausgabe1.200 Euro (4.000 Euro x 0,30 Euro/km)2.960 Euro (4.000 km x 0,74 Euro/km)
Steuerersparnis bei Steuersatz von 40%480 Euro1.184 Euro

 

Wichtig: Dem Finanzamt müssen auf Nachfrage Aufzeichnungen zum Datum und Grund der Fahrt und zur zurückgelegten betrieblichen Fahrtstrecke mit dem Privat-Pkw vorgelegt werden. Zur Ermittlung der tatsächlichen Kilometerkosten ist zudem der Kilometerstand zum Anfang und zum Ende des Jahres festzuhalten.

Schlagworte zum Thema:  Fahrtkosten, Firmenwagen, Finanzamt, Betriebsausgaben

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