25.10.2013 | Einheitliche Formulare

EU-Kommission will einfachere Mehrwertsteuer-Erklärung

Die EU-Kommission will eine EU-einheitliche MwSt-Erklärung.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Firmen sollen nach dem Willen der EU-Kommission künftig einfachere Mehrwertsteuer-Erklärungen abgeben können. Die Brüsseler Behörde schlug EU-weit einheitlichere Formulare dafür vor.

Dies werde "radikale Auswirkungen" auf die Kosten und Komplexität der Erklärungen haben, versprach EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta. Etwa durch Einsparungen beim Verwaltungsaufwand und korrektere Erklärungen könne die Wirtschaft bis zu 15 Milliarden Euro pro Jahr sparen, schätzt die Kommission. Der Vorschlag braucht die Zustimmung der Mitgliedstaaten und des EU-Parlaments.

Kleine Firmen müssen nur einmal im Jahr melden 

Etwa 13 Prozent aller Mehrwertsteuer-Zahler müssten ihre Erklärungen bisher in mehr als einem europäischen Land abgeben, hieß es. Dabei reichen Unternehmen Informationen ein, mit denen die Behörden die zu zahlende Mehrwertsteuer ermitteln. Auf den neuen Formularen soll es fünf einheitliche Pflichtfelder geben, die EU-Staaten könnten die Liste auf bis zu 26 Boxen verlängern. Auch die Abgabefristen will die EU-Kommission vereinheitlichen. Kleine Unternehmen müssten nur einmal im Jahr eine Mehrwertsteuer-Erklärung machen.

586 Formularfelder in Italien 

"Steuerzahler, die grenzüberschreitend operieren, haben mit einem Durcheinander an Informationsanforderungen, Abläufen und Fristen zu kämpfen - bloß, um die Mehrwertsteuer zu erklären, die sie schuldig sind", erläuterte Semeta. Während Unternehmen auf irischen Formularen zum Beispiel gerade einmal sechs Felder ausfüllen müssten, seien es in Ungarn 99 und in Italien sogar 586. In Deutschland fordern die Behörden von Firmen Angaben zu 45 Punkten.

Schlagworte zum Thema:  Europäische Kommission, EU, EU-Recht

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