27.07.2012 | Eigenkapitalvorschriften

Deutsche Banken plädieren für spätere Einführung von Basel III

Die deutschen Banken wollen Basel III später einführen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken in der EU sollen aus Sicht der deutschen Kreditwirtschaft erst 2014 und damit ein Jahr später als geplant eingeführt werden.

Die Regelungen und Richtlinien nach Basel III würden voraussichtlich erst zum dritten Quartal vom EU-Parlament verabschiedet, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, in Berlin. Da die Umsetzung der Vorschriften für die Banken einen erheblichen technischen und damit zeitlichen Aufwand bedeute, sei der 1. Januar 2013 als Starttermin nicht mehr realistisch.

8.300 Kreditinstitute betroffen 

Die Verabschiedung des Regelwerks Basel III in Brüssel hatte sich verzögert, weil sich die EU-Staaten in Detailfragen nicht einigen konnten. In Europa sind rund 8.300 Kreditinstitute von den Regelungen betroffen. Die wichtigste Neuerung ist, dass Banken ihre Geschäfte künftig mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen. Besonders wichtig ist das harte Kernkapital, das sich vor allem aus Aktien und einbehaltenen Gewinnen zusammensetzt. Die Institute sollen diesen Puffer bis zum Jahr 2019 schrittweise von zwei auf sieben Prozent aufstocken.

 

Schlagworte zum Thema:  Basel III, Bank

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